Dienstag, 13. Juni 2017

Chicken, plump

Lebensmitteltechnik
Chicken plumping

Über die Technik, Hühner schwerer zu machen



Einigen dürfte das Video schon bekannt sein. 
Es hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel und ging damals ein paar Mal viral um die Welt.

Nachdem mir das neulich wieder zugesandt wurde, dachte ich, ich schreibe heute mal ein paar Zeilen dazu...




Was in dem Video gezeigt wird ist eine Praxis, die in der Lebensmittel-Technik
"Chicken plumping" genannt wird. Dabei wird mittels einer Pumpe Flüssigkeit in das Hühnerfleisch eingebracht.

Nun ist das eigentlich erst einmal kein Ding für uns, denn übliche Praxis ist das eigentlich nur in den USA und in Kanada.

In Europa ist das nicht erlaubt, denn die EU-Richtlinien sehen vor, dass Hühner nicht präpariert werden dürfen, wenn sie nicht gekocht oder in andere Lebensmittel-Kombinationen verarbeitet werden. Für Rohware ist das illegal.

Kein Problem also. Eigentlich.
Wäre damals 2009 nicht ausgerechnet in Grossbritannien so verarbeitetes Hühnerfleisch entdeckt worden. Damals gehörte das UK noch zu Europa und hatte auch keine Ambitionen, sich vom Kontinent loszusagen.

Noch brisanter an der Geschichte - an diesem Betrug waren ausser England noch zwei weitere EU-Länder beteiligt: Spanien und... tadaaa: Deutschland.
Die aber nicht als betroffene Länder, sondern als Lieferanten für die Zutaten.
Betrug, made in Germany.

Aber der Reihe nach:
Zuerst einmal muss man verstehen, was da eigentlich hineingespritzt wird, damit das Hühnchen proper aussieht. Eigentlich ist es vor allem Salzwasser.

Das wäre nur insofern ein Problem, dass der Verbraucher hier den regulären Fleischpreis für Wasser bezahlt, denn selbstverständlich wird das salzige Nass mitgewogen, wenn es zur Preisermittlung geht. Da das Wasser nicht als Zutat aufgelistet wird darf man sich hier schon die Frage stellen, ob das nicht glatter Betrug ist.

Die alten Sprüche, schon damals wie heute
Wieder mal. Und wieder mal rechtfertigen sich die Hersteller mit hohem Kostendruck.
Anders gesagt: Sie fühlen sich durch den Preiskampf legitimiert, den Kunden übers Ohr zu hauen. Sehr fragwürdig, dieses Denken, wie ich finde.
Dem Vertrauen in die Lebensmittelproduktion hilft das jedenfalls nicht sehr viel weiter.

Nun gab es aber noch aus anderen Gründen einen Aufschrei:
Denn nicht nur enthielt ein einzelnes so verarbeitetes Huhn 25% mehr Salz als der gesamte empfohlene Tagesbedarf für einen Erwachsenen, nein, es gab noch ein weiteres Problem...:
Es war nicht nur Salzwasser, das man eingelassen hat. 
Zusätzlich wurde noch "Eiweiss" hinzugefügt. 

Klar, denkt man, wenn in der Definition dabei steht, dass man das Huhn mit Hühnerbrühe aufwertet, dann weiss man wenigstens Bescheid.

Jaaaa, neiiin, leider falsch. 
Verwendet wurden auch Rind und Schwein, was eben diesen gehörigen Aufschrei nach sich zog. Denn sowohl die jüdische als auch die muslimische Welt verzichtet auf Schweinefleisch und die Inder auf Rinder (Netter Reim. Zufall.)

Und wenn die nun feststellen mussten, dass da im Huhn etwas anderes drin war als Huhn, dann fanden sie den Betrug natürlich alles andere als prickelnd. Zu Recht und in grossen Zahlen, denn alle 3 Religionen kommen natürlich in Grossbritannien auf eine nicht unbeträchtlichen Anteil der Bevölkerung.

Nun ja - Skandal geklärt, alles war wieder gut, man ging davon aus, das Thema sei erledigt. Ein entschlossenes Handeln durch die zuständige EU-Kommission fand jedenfalls nicht statt. 

Ende 2013 berichtete der Guardian dann aber erneut von Funden von artfremden Proteinen. Und natürlich Wasser. Davon sogar gar nicht mal zu knapp.
Zwischen 30 und 40% wurden als "üblich" gefunden.

Auf Anfrage des Guardian antwortete die EU-Kommission auf die Vorhalte:
"Das ist ein sehr komplexer Bereich der EU-Lebensmittel-Gesetzgebung von der die EU-Kommission anerkennt dass dies eine Frage der Interpretation ist."
Was ein Statement... 

Mag vielleicht daran liegen, dass der damals zuständige EU-Kommissar Tonio Borg ein sehr ähnliches "Herzchen" war wie der jetzige.
Ungut war, dass neben den etablierten einheimischen Supermarkt-Ketten wie Asda uns Sainsbury's auch Aldi betroffen war mit dem Verkauf der manipulierten Ware.

Zugute halten muss man Aldi allerdings, dass sie die einzigen waren, die zumindest gelobt haben, sich die Sache näher anzuschauen und prüfen würden, ob das ihrem eigenen hohen Anspruch genügt und was ansonsten zu unternehmen sei.

Die anderen verwiesen darauf, dass keine Regulierungsstandards verletzt worden seien (ACH?!?! Wirklich? 30 - 40% Wasser verletzen keine Standards? Interessant...)
Oder die haben gar nicht erst geantwortet.

Natürlich gab auch das wieder einen grossen Skandal, und bis heute gehen natürlich alle Kunden in England davon aus, dass sie Huhn und nicht Wasserhuhn mit Rindfleischeinlage kaufen. Es wäre spannend zu sehen was passiert, wenn das mal wieder jemand überprüft...


Und heute?! Und - Deutschland?
Auf jeden Fall kann man sich fragen, was denn eigentlich passiert, wenn die Freihandelsabkommen umgesetzt werden. TTIP ist momentan zwar auf Eis, aber wer weiss und wie oben erwähnt: In Kanada ist das gängige Praxis, was uns zu der Frage führt, welche Kosten auf den EU-Steuerzahler zu kämen, wenn ein kanadischer Hühnerpanscher auf die Idee käme, auf Abnahme zu klagen.

Am Ende kann ich nur sagen:
Ich sehe das alles mit sehr gemischten Gefühlen. 


Denn eines steht fest: Wenn man in Deutschland versucht, eine Hühnerbrust in der Pfanne zu braten, geht das ziemlich oft in einen Kochvorgang über. 
Weil so sehr viel Flüssigkeit austritt. 

Wo die wohl herkommt?!


Bis später.






Freitag, 19. Mai 2017

Eine neue Sicht auf den Vitamin-D-Mangel

Nachgeforscht
Vitamin D - Mangel
Immer mehr sind betroffen und keiner fragt wieso.

Vitamine...
Das sind doch diese Dinger, von denen wir alle wissen, dass sie irgendwie wichtig sind. 

Irgendwer steckt die ins Obst und auch ein bisschen ins Gemüse und wenn man nicht genug davon bekommt, geht man in den Drogeriemarkt und holt sich ein Plastikdöschen und steckt sich ein paar Pillen in die Backentaschen. 
Gerne auch mal ein bisschen mehr, den viel hilft viel.

Und wenn uns die Schnupfennase trieft, greifen wir instinktiv zum Vitamin C.
Damit auch ja nichts bei den Kleinen schief geht, gibt es Vitamine und Naschen.
Über den enthaltenen Zucker denkt man gar nicht erst nach. Weil: Vitamine.






Wenn Du jetzt instinktiv vor deinem Internet-Betrachtungs-Gerät genickt hast, dann brauchst Du Dich überhaupt nicht zu schämen. Denn tatsächlich gehörst Du damit wohl zu einer beträchtlichen Mehrheit der Bevölkerung. Vor allem, wenn der Biounterricht schon lange her ist, oder womöglich die Biolehrerin an Unterhaltungsqualität zu wünschen übrig liess. 

In Wahrheit geben Experten weitgehend Entwarnung. Selbst ohne Naschen müssen wir uns schon sehr ungeschickt anstellen, um irgendwo in einen Mangel zu rutschen. Und während das überflüssige Vitamin C aus den Vorbeugungspillen ausgeschieden wird, ist bei manchen anderen eine Extra-Behandlung gar nicht mal so ohne, wenn sie nicht nötig bzw überhaupt ein Mangel diagnostiziert oder gemessen ist.
Ebenfalls ganz interessant ist, dass es doch tatsächlich Vitamin-Präparate gibt, die für den Körper vollkommen nutzlos sind, weil er sie in der dargebotenen Form gar nicht aufnehmen kann. Das wissen alle, die damit zu tun haben, und es gibt sie trotzdem. Denn schaden tun sie wohl nur dem Geldbeutel.





Aber dann geschieht etwas, das alles auf den Kopf stellt. 
Man geht zum Arzt, der nimmt Blutwerte und stellt besorgt fest, dass der Vitamin-D-Spiegel viel zu niedrig ist. Und - ich habe mit Ärzten gesprochen - das geschieht in den letzten Jahren immer schneller und immer häufiger. 

IRRE FÜHRUNG

Auf die Frage warum das so ist bekommt man allerlei abenteuerliche Antworten.
Ja, Sonne... in unseren Breitengraden... 

Wer aber mitdenkt wird spätestens hier schon stutzig...
Denn genau genommen ist Deutschland heute so ziemlich auf dem selben Breitengrad, wie zu der Zeit, als alles noch in Ordnung war. Und wenn man das dann gegencheckt und feststellt, dass enorm viele der Nachbarn am Mittelmeer ebenso in einen Mangel gerutscht sind, dann kann irgendetwas an dieser These einfach nicht stimmen.


Und dann fängt man an, nachzuschauen, was sich denn verändert hat, wenn man verstehen will, wo das auf einmal herkommt. Denn 
a) ist ein Mangel gar nicht so ohne und 
b) ist das Problem ja noch viel kurioser, denn viele, die dann vom Arzt ein Medikament verschrieben bekommen, sind so gut wie gar nicht mehr auf einen normalen Level zu bringen. Egal, was man bei denen unternimmt: der Spiegel bleibt unten und es bewegt sich überhaupt erst was, wenn man richtig hohe Dosen verabreicht.

Ich habe das neulich schon einmal mit einem Eimer verglichen, der ein Loch hat.
Wir wissen, wir brauchen genügend Wasser in dem Eimer. Also schütten wir fleissig Wasser nach.
Jetzt ist das Loch aber ziemlich gross, also schütten wir halt viel mehr nach. 

Und so wird das zur endlosen Geschichte ohne Happy end. 
Irgendwie stört mich an diesem Bild, dass niemand auf den Gedanken kommt, einmal zu schauen wieso und wo das Wasser denn überhaupt abfliesst. 
Um dann das Loch zu stopfen.

Denn tatsächlich dürfen wir uns einen Mangel eigentlich gar nicht leisten.
Und das hat in erster Linie etwas damit zu tun, dass Vitamin D eigentlich gar kein Vitamin ist, sondern ein Prohormon, und dann auch noch gleich eines, das wirklich eine Menge sehr, sehr wichtiger Aufgaben im Körper zu erfüllen hat. 
Ich schreibe mal in Listenform für Euch zusammen, welche das sind:

DIE FUNKTIONEN DES PROHORMONS "VITAMIN" D IM KÖRPER


- Schutz vor Osteoporose
- Stärkung des Immunsystem (Abwehr von Infekten, Tuberkulose, Schutz vor Autoimmunkrankheiten)
- Schutz vor Krebs
- gegen Schuppenflechte und kreisrunder Haarausfall
- Förderung der Beweglichkeit der Spermien
- Regelt die Aufnahmefähigkeit des Darms von Calcium und Phosphat
- Regelt den Knochenaufbau
- Reguliert die Nebenschilddrüsenfunktion (Parathormonsynthese)
- Regelt den Umgang der Niere mit Calcium und Phosphat
- Unterdrückt malignes Zellwachstum - verhindert Krebs
- Regelt den Zelltod (schützt gute Zellen, wirkt auf Tumorgewebe entgegengesetzt)
- Reguliert die Immunantwort, u.a. durch Steuern der diversen Abwehrzellen
- Reguliert über einen Zweitmechanismus den Blutdruck
- Kontrolliert Muskelfunktionen
- Kontrolliert das Nervensystem und steuert das Nervenwachstum
- hemmt über verschiedene Wege die Entstehung einiger Autoimmunkrankheiten wie z. B. chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Thyreoiditis, insulinabhängiger Diabetes mellitus Typ 1, multiple Sklerose oder systemischer Lupus erythematodes


Jetzt geschehen gerade möglicherweise 2 Dinge: 
Erstens klatschen sich einige Leser soeben an die Stirn und verstehen urplötzlich, warum ein paar Dinge nicht mehr so laufen, wie sie sollen und dass das alles doch irgendwie zusammenzuhängen scheint. 

Und zweitens beginnen einige vielleicht ein bisschen, sich unwohl zu fühlen. 
Vor allem dann wenn sie verstehen, wie ungünstig sich unter Umständen ein dauerhaft niedriger Prohormon D - Mangel auswirken kann. 
Und ich bin da vollkommen auf Eurer Seite. 
Das ist ein sehr zentraler Steuermechanismus in unserem Körper.
Und damit wirklich wert, doch ein bisschen mehr darüber zu verstehen...


DER WEG IM KÖRPER - AUFNAHME UND UMWANDLUNG ZUR AKTIVEN FORM

Zuerst können wir uns mal kurz anschauen, wie das "Vitamin" D überhaupt aufgenommen wird, welche Organe da eine Rolle spielen und was dann im Körper damit passieren muss, bis die Funktionen ausgeführt werden können, die oben in der Liste stehen.

Damit das ein bisschen einfacher fällt, habe ich Euch eine Grafik vorbereitet, an der Ihr Euch mit entlang hangeln könnt.





AUFNAHME

Aufgenommen werden die Grundbausteine wie gezeigt über die Ernährung. 
Spätestens hier könnt Ihr schon mal ein kleines Ausrufezeichen setzen, denn Ihr wisst ja selbst, dass die abgebildeten, insbesondere ein Lebensmittel durchaus recht häufig bei uns vorkommt. Da kann man schon die Frage stellen, wieso das nicht reicht. 

Der zweite Weg ist das UVB-Licht der Sonne, das unter der Haut die Bildung der Grundbausteine anregt. 


Allerdings nützt es uns in diesem Zustand noch nichts, und deshalb wird es über ein kleines Transport-Vehikel, bestehend aus einem Protein in die Leber geleitet. 
Das ist das, was auf der Grafik als DBP benannt ist.

ERSTE UMWANDLUNG

In der Leber angekommen werden die Grundbausteine nun weiterverarbeitet. 

Dazu ist ein bestimmtes Enzym nötig, der genaue Name ist auf der Grafik auf der Leber nachzulesen, ich nenne das im Folgenden der Einfachheit halber P450. 
Hat die Leber ihre Arbeit gut gemacht, dann haben wir eine Speicherform des Prohormons D, die für sich genommen noch nicht wirklich etwas kann, aber geduldig auf ihren grossen Augenblick wartet um hilfreich zu sein. 

ZWEITE UMWANDLUNG UND AKTIVIERUNG
Dazu wird es wieder mit einem Protein in die Nieren gelenkt. Und dort dann endlich in seinen sogenannten aktiven Zustand gebracht, in dem es dann seine Arbeit erbringen kann.


Ihr seht: Ein langer Weg durch den Körper, bis da endlich was bei rum kommt. 

Aber - in einem gesunden Körper - lohnt sich das natürlich auch. 
Denkt nur noch mal an die Liste oben.

Leider hat dieser lange Weg aber auch einen Nachteil. 
Was, wenn auf dem irgendetwas eingreift und ihn unterbricht?!

Und genau das passiert leider auch.

Wir haben in unseren Glyphosat-Tests über ein Jahr lang gemessen, dass mindestens 7 von 10 dieses Mittel im Körper haben, und andere vergleichbare Untersuchungen bestätigen das ebenso. 

Die hohen Rückstände in den Lebensmitteln, die diese ungewollte Kontamination massgeblich verursachen begannen interessanterweise in engem zeitlichen Kontext mit den Berichten zu diesen rätselhaften Vitamin-D-Mängeln. 

So mag es wenig verwundern zu lernen, dass dieses Glyphosat im Körper mit grosser Wahrscheinlichkeit bei diesem Problem eine Rolle spielt.
Zwischenzeitlich weiss man sogar genau, wo die Ursachen liegen. 
Denn, markiert, wo Glyphosat in diesen Vitamin-D-Herstellungsprozess überall eingreift, sieht das dann so aus:






Der wesentlichste Eingriff erfolgt beim Enzym P450, welches bei Anwesenheit von Glyphosat wirkungslos wird. 

Der zweite grosse Einfluss geschieht über den Umstand, dass Glyphosat auf verschiedene Weise auf die Nieren einwirkt, mit negativen gesundheitlichen Konsequenzen, aber eben auch eine Beeinträchtigung in ihrer Funktion. 

Und der dritte Einfluss, der noch nicht abschliessend belegt ist, aber als wahrscheinlich zu gelten hat ist der Einfluss das das Transporteiweiss DBP. 
Man weiss sicher, dass diese Strukturen auf vielfältige Weise durch Glyphosat angegriffen werden, mMn ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch dieser Umstand nachgewiesen wird. Die Hinweise dazu sind doch relativ dicht.


Und wenn man sich das jetzt auf dem unteren Bild mit den Markierungen einmal anschaut, dann versteht man auch relativ gut, warum es diesen Mangel gibt und warum er im Prinzip gar nicht oder nur sehr schwer auszugleichen ist. 

Auch wird klar, warum die Gabe von Grundstoffen und über die Ernährung in diesem Kontext nicht funktionell wirksam ist. 

Und dass - will man die wichtigen Funktionen für den Körper erhalten - man eigentlich nur mit einer bereits aktiven Variante ausgleichen könnte. 
Vor allem wenn die Nieren tatsächlich bereits durch die Kontamination angegriffen sind.  

Das wiederum hätte allerdings unter Umständen die Schwierigkeit, dass der Körper nicht darauf zugreifen kann, wenn es gerade tatsächlich nötig ist, wie das bei einem unbelasteten gesunden Körper eigentlich vorgesehen ist und die Gabe am Bedarf vorbei geht.



Das Loch-Im-Eimer-Prinzip
Medizyniker, Symptomstreichler und jene, die damit sonst irgendwie Geld verdienen bekommen mit dieser neuen Einnahmequelle natürlich feuchte Augen. Wunderbar, wenn man das ständig aufnehmen muss, eine neue chronische Geschichte mit endlos Verdienstpotential. Kann man machen. Ich halte das allerdings durchaus aufgrund der Bedeutung des Prohormons für eine fragwürdige Strategie. 

Nein, ich persönlich finde es sehr viel sinnvoller, die Ursachen, also das Loch im Eimer zu schliessen, und den Körper seine Arbeit wieder ganz normal aufnehmen zu lassen.

Das bedeutet in erster Linie, dass man versucht, die Glyphosat-Belastung möglichst niedrig zu halten. Und das ist es, was ich den echten Medizinern, die vielleicht auf diesen Blogbericht aufmerksam (gemacht) werden wirklich ans Herz legen würde.Ich möchte den Ärzten und Heilpraktikern deshalb wirklich empfehlen, diesen Gedanken nicht einfach abzutun, sondern vielmehr entsprechend mit den eigenen Patienten einen eigenen Versuch zu wagen. Unsere Ergebnisse sprechen für sich.

Denn in unseren Testläufen sehen wir doch recht deutliche Veränderungen, wenn man das macht. Vor allem mit dem derzeit getesteten Neutralisator in Verbindung mit einer achtsamen Auswahl bei den wahrscheinlich belasteten Lebensmitteln. 


Über diesen schreibe ich bald etwas, sobald die Testgruppen abgeschlossen sind.
Er scheint sehr vielversprechend zu sein.


Abschliessend noch kurz eine Beobachtung:
Ich habe bei meinen Recherchen bemerkt, dass sich die Medizinergemeinschaft zum Thema Vitamin D nicht wirklich einig ist. 

Und habe auch gesehen, dass es ein paar recht überzeugte Vitamin-D-Experten und -Buchautoren da draussen gibt. Und sehr viel Halbwissen und Mythen.

Meine Intention ist ausdrücklich nicht, mich mit all diesen Strömungen in einen Wettbewerb zu begeben. Ich möchte vielmehr einfach eine neue Sichtweise auf dieses Problem anbieten, von der ich selbst überzeugt bin. Und ebenso überzeugt bin ich, dass es flächendeckend niemand bisher beachtet, geschweige denn dieser Umstand bereits in Therapien Berücksichtigung findet.


Wenn Ihr selbst mit einem solchen Mangel zu kämpfen habt, in Medikation oder ärztlicher Behandlung steht und das nicht so richtig funktionieren will...
Bringt Eurem Arzt einen Ausdruck dieses Blogs mit - wenn er wirklich heilen will, sollte er den Gedanken mit einbeziehen und ich bin gerne bereit, seine Fragen zu beantworten und entsprechende Studien vorzulegen, damit er die Schadwirkung von Glyphosat auf diese Mechanismen umfassend verstehen und nachvollziehen kann.

Für mich persönlich zählt hier am Ende nur eines:
Ein gestopftes Loch im Eimer, dass Heilung funktioniert und dass es Euch gut geht.



Denn eines ist klar: Wir alle haben durch Umwelteinflüsse, Sonnenstrahlung, Radioaktivität und Umweltgifte ständig zufällig auftretende Krebszellen. Das ist nicht schlimm, das passiert, ganz natürlich. Aber Vitamin D ist die Aufräumpolizei und hat das eigentlich ganz gut im Griff.

Und da Glyphosat die Arbeit derselben sehr nachhaltig unterdrückt, ist das auch einer der Gründe, wieso man die Frage "Ist es krebserregend?" insofern mit "Ja klar" beantworten muss, weil es uns genau dieses natürlichen Abwehrmechanismus' fast vollständig beraubt.

Es gibt noch einen direkteren Grund warum Glyphosat Krebs auslöst, aber über den reden wir ein anderes Mal. 



Bleibt gesund.



Bis später. 




Weiterführende Links
Liste typischerweise belasteter Lebensmittel
Empfehlung: Diese Lebensmittel meiden oder von Bioland, Naturland oder Demeter beziehen, denn diese verwenden in der Produktion nirgends Glyphosat.








Samstag, 13. Mai 2017

Monsantos Internet-Trolle und ein überraschender Geldgeber

Investigativ
Monsantos Lobby-Trolle in den sozialen Medien

Über Monsantos "Let nothing go", Glyphosat und einen überraschenden Geldgeber


Derzeit läuft in Kalifornien eine bemerkenswerte Sammelklage gegen Monsanto.
Der Vorwurf: RoundUp / Glyphosat habe die Kläger mit Krebs geschädigt.

Es klagen beinahe 1000 Betroffene bzw deren Angehörige, denn einige haben den Weg zum Prozess leider nicht mehr erlebt. Die Zahl steigt wöchentlich an.


Dieser Gerichtsprozess ist deshalb so bemerkenswert, weil im Gegensatz zu den etlichen sonstigen Prozessen, denen Monsanto in der Vergangenheit ausgesetzt war, diesmal die Unterlagen öffentlich zugänglich sind.
Und die Unterlagen enthalten eine Menge Sprengstoff...







Interne Emails von ranghohen Monsanto-Mitarbeitern belegen, dass die Einschätzung des IARC auf "wahrscheinlich krebserregend" durch einen leitenden Mitarbeiter der EPA offensichtlich vorab an den Konzern weitergereicht wurde.

Die Mails zeigen, wie sich Monsanto zusammen mit den anderen Mitgliedern der Glyphosate Task Force auf den kommenden Supergau akribisch vorbereitet haben,
wie Studien gekauft wurden und wie es in zwei Fällen zu Verzögerungen kam, 

weil die Studien eben doch eine genverändernde Wirkungen gezeigt haben. 
In einem Fall waren die Wissenschaftler (TAC) nicht bereit zu bestätigen, Glyphosat sei nicht krebserregend. Denn die Mausproben hätten eigentlich genau das Gegenteil gezeigt.

Keine Frage: Die Unterlagen sind unschätzbar wertvolle Belege für das, was viele schon lange vermutet haben, mit denen ich sprach: 

Lug, Betrug, Korruption in unvorstellbarem Ausmass und auf den höchsten Ebenen.
Und eine sehr schädliche Wirkung von Glyphosat, die man mit Hilfe gekaufter Studien zu vertuschen versucht. 
Das alles ist ein echter Krimi und es mag noch sehr spannend bleiben, was noch alles aufgedeckt werden wird.

In einem der Gerichtsdokumente ist die Rede davon, dass Monsanto ein Programm namens "Let Nothing Go" gestartet hat. 
Zweck dieser Kampagne sei, keinen kritischen Kommentar zu Glyphosat oder Monsanto z.B. auf Twitter, Facebook, Blogs und in den Zeitungen unkommentiert zu lassen. 
Da das relativ unwirksam wäre, würden die Leser verstehen, dass die Schreiber eine Verbindung zu Monsanto hätten, haben sie Dritte damit beauftragt, diese Schreiber anzuheuern. Vorzugsweise so, dass man überhaupt keine Verbindung zur Industrie erkennen könne. Sowohl Monsanto, deren Chemikalien als auch gentechnisch veränderte Organismen (GMO) sollten mit der Kampagne verteidigt werden.


Ein Teil des Geldes floss heimlich in sogenannte "Think Tanks" oder auch Denkfabriken. Und die dort namentlich genannten sind durchaus ein Begriff. In Amerika sowieso, aber auch in Deutschland werden das "Genetic Literacy Project" und das "American Council on Science und Health" von Glyphosat-Befürwortern regelmässig zitiert.

Zweck dieser Organisationen sei es, unabhängige Wissenschaftler und deren Arbeiten zu diskreditieren und nebenbei Informationen zu produzieren, die Monsanto und anderen Chemiefabriken hilfreich sein könnten.

Die Grössenordnung dieser Täuschungen kann man erahnen, wenn man sich den Titel ansieht, der einen Bericht am 18.04.2017 im "GLP" zierte.

Das Monsanto sehr hinderlich gewordene Krebsinstitut der WHO, IARC wird da erwähnt. 

Und wie... :
"WHO's IARC Krebsrisiko Agentur: Kann sie reformiert werden oder soll sie verboten werden?"

Eine dreiste Forderung angesichts des Umstandes, dass es sich beim IARC um den Goldstandard der weltweiten Krebsforschung handelt, vollkommen unabhängig und mit sehr starken Richtlinien, die Interessenkonflikte ausschliessen. Da gibt es weder etwas zu verbieten noch zu reformieren, die machen eine sehr, sehr gute Arbeit.

Ich interpretiere das so: "Wir konnten sie nicht kaufen, also werden wir mit von uns bezahlten, aber nach aussen unabhängig und seriös wissenschaftlich wirkenden von uns gekauften Organisationen so lange mit Dreck bewerfen, bis wir sie los sind".

Ich finde es schon unerträglich, wenn sie den Ruf einzelner Wissenschaftler ruinieren und deren Karrieren vernichten, die ihnen nicht passen oder die Ergebnisse veröffentlichen, die dem Konzern nicht gefallen. 


Aber eine offizielle Agentur der WHO, also der Weltgesundheitsorganisation kaltstellen zu wollen, das ist Grössenwahnsinn auf einem Niveau, das ich mir eigentlich nicht hätte vorstellen wollen.

Diese Konzerne haben sich komplett aus jedem gesunden Mass gelöst, das wir uns leisten sollten.

Sowohl das GLP als auch das ACSH bieten ein paar Persönlichkeiten auf, die auf Facebook, Twitter und in Zeitungsinterviews oder in Kommentaren unter Zeitungsberichten geschönte Sichtweisen zu GMOs und Glyphosat verbreiten. 

Selbstverständlich stellen sie sich so dar, als wäre es eine rein wissenschaftliche und vollkommen unabhängige Sichtweise. 

Das stimmt aber oft gar nicht, und manchmal kommt es sogar raus. 
Um einen Namen zu nennen, Kevin Folta hat über Jahre behauptet, er sei ein unabhängiger Wissenschaftler mit einer besonderen Liebe zu Pflanzen. 
Bis man ihm datiert auf den 8.8.2014 einen Zahlungsavis von 25.000 USD nachweisen konnte. Ausgestellt direkt von Monsanto.  

Aber dieser Folta wird von den deutschen Internettrolls wieder und wieder zitiert.
Ja, auch in Deutschland gibt es sie, die Lobbytrolle. 

Aber das ist ein anderes Thema, für ein anderes Mal.


Vorgestern nun wurde ich übers Internet von einem Herrn kontaktiert. 

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass der extra auf mich angesetzt wurde, denn ich hatte in den Tagen zuvor ein paar Daten und Fakten im Web als Kommentare hinterlassen an prominenten Stellen, die "denen" aufgefallen sein dürften. Tatsächlich hatte ich sogar eine kurze Unterhaltung mit einer Dame, die in ihrem Profil offen beschreibt, sie sei eine Mitarbeiterin der Monsanto-PR-Abteilung. Und ein paar der GLP- und ACSH-Grössen haben öffentlich aufgerufen, Glyphosat-Kritiker an Monsanto zu melden.
Was für eine unschöne Vorstellung, mich erinnert das an Stasi und Blockwart, was da passiert.



Die Unterhaltung mit dem "Wissenschaftler" vorgestern war etwas länger, 
ich übersetze nur mal den wesentlichen Teil  und kürze sie auf das, was interessant ist:


Roy Stephen Williams
Fakt: Es gibt über 30.000 wissenschaftliche Berichte über die Sicherheit von Glyphosat, inklusive der krebserzeugenden Wirkung. Richtig gelesen: 30.000.

NICO

Traurig: Leider darf diese niemand anschauen und kontrollieren. Und: Es gibt eine Menge, die das Gegenteil zeigen. Die habe ich allerdings nicht gezählt. Du vielleicht?

Roy Stephen Williams
Die sind alle öffentlich. Du darfst nicht auf Google suchen, sondern unter Google Scholar. Versuche mal "glyphosate safety".

- Was ein Nebelwerfer... er verlässt sich wohl darauf, dass ich das eingebe und mich die Zahl 30.600 beeindruckt. Aber ich erkenne schon auf den ersten beiden Seiten ein paar Studien wieder, die alles andere als für die Sicherheit von Glyphosat sprechen. Das sage ich ihm dann auch so. 

Er schwenkt um.

Roy Stephen Williams
Leider können Menschen mit wenig oder gar keiner akademischer Ausbildung in Toxikologie oder Molekularbiologie den Unterschied kaum auseinander halten.

NICO
Leider sind Menschen mit viel akademischer Ausbildung heute entweder gekaufte Wissenschaftler oder haben Angst, die Wahrheit zu sagen, weil sie dann entweder den Job oder die Finanzmittel verlieren.

Roy Stephen Williams
Leider haben ein paar Wissenschaftler die Regeln gebrochen und verstecken ihre politischen Ziele unter dem Mantel der Wissenschaft.

- Ich ahne, wo er hin will, und provoziere

NICO

Ja. Ich weiss. Ich kenne die Gerichtsunterlagen aus Kalifornien

- Er weicht aus

Roy Stephen Williams
Einige haben gelogen, was ihre Finanzierung betrifft

NICO
Wie Kevin Folta?

- Tick tack...

Roy Stephen Williams
Folta ist ein angesehener Wissenschaftler, über jeden Zweifel erhaben...

- Wusste ich's doch...

Roy Stephen Williams
Es gibt andere, die haben Studien veröffentlicht und mussten sie wieder zurückziehen

NICO
Ja, ist mir bekannt. Nachdem Monsanto einen eigenen Angestellten dort untergebracht hat, wurden die Studien von Journal als zurückgezogen markiert. Es gibt da spannende Emails zu... Aber wo Du so ein Spezialist bist... 

Zeig mir doch mal ein paar Deiner Veröffentlichungen und papers zu dem Thema, ich bin sehr gespannt...

Roy Stephen Williams
Ich arbeite nicht auf diesem Feld

NICO
Irgendwelche anderen Studien, die Du zeigen kannst. Als Akademiker hast Du ja sicher etwas veröffentlicht?

Roy Stephen Williams
Man muss auseinander halten, was in der echten Welt passiert und was im Labor passiert. Das sind zweierlei

NICO
Stimmt. 16,9 mal Glyphosat-Rückstände über dem Trinkwassergrenzwert in der Ostsee - ist das echt genug?

Roy Stephen Williams
Der Glyphosat-Level in der Ostsee ist biologisch nicht relevant

- Was für ein A....asgeier, die europäische Chemikalien-Agentur stuft Glyphosat als "giftig für aquatisches Leben, mit Langzeiteffekt" ein. Als Akademiker mit dem "Hobby" Glyphosat weiss er das auch...

NICO
Du hast ja vorhin gesagt, einige haben über ihre Finanzierung gelogen. 

Wer finanziert eigentlich Dich?

Roy Stephen Williams
Ich habe gerade niemand, der mich finanziert. 

Ich mache momentan zwei Aufträge pro bono (ehrenamtlich).
Das mal davor wurde ich von der NIH finanziert (Anm: National Institutes of Health).


NICO
Hast Du irgendwelche Verbindungen zu Monsanto, der Glyphosate Task Force, einem der GTF-Mitglieder oder der B+M Gates Foundation?

- Ich weiss zwischenzeitlich bereits, wer er ist. Aber das weiss er nicht.

Roy Stephen Williams
Nein. Mit keiner.

NICO
Schade um die Zeitverschwendung. Du arbeitest für die Cornell Alliance for Science, deren einziger Zweck es ist, für GMO und Glyphosat zu werben. Du bist genau einer von denen, die die Wissenschaft kaputt machen. Und dazu hin ein dreister Lügner. Leb wohl.



Ich gehe mal davon aus, dass der "gute" Roy hier inmitten einer ganzen Liste von Webtrollen abgebildet ist, ein paar andere der Gesichter kommen mir jedenfalls bekannt vor.

Roy Stephen Williams hat danach keine weitere Antwort geschrieben. 

Dafür haben einige andere das wohl live mitgelesen. Da der gleiche Roy auch in ihren Unterhaltungen seine Nebelkerzen verbreitet hat, verbreitete sich diese Nachricht wie ein Lauffeuer auch in anderen Unterhaltungen. Seither war es erst einmal still von seiner Seite geworden, nachdem diese Verbindung bzw deren Beleg überall verteilt wurde.


"Ein kleiner Sieg der Wahrheit.Aber zu einem sehr hohen Preis."

Ein kleiner Sieg für die Wahrheit. Allerdings zu einem sehr hohen Preis.

Denn ich fand nicht nur heraus, für wen er arbeitet.
Ich fand auch raus, wer das finanziert.

Und das ist die Bill & Melinda Gates-Stiftung.

Ihr könnt das hier unten in der Mitte im Fuss der Webseite nachvollziehen.


Warum ist das ein Problem?

Wer die arte Dokumentation "Die WHO - Im Griff der Lobbyisten" gesehen hat, der weiss, wie brisant dieser Fund ist.

Nun schickt diese Stiftung also nicht nur wissentlich Millionen Bayer-Medikamente, die in den USA gerade eine Klagewelle erzeugt hat nach Afrika (siehe arte), und hat über den Internationalen Währungs Fonds nicht nur für einen Anstieg von 300% der Autismus-Rate in Vietnam gesorgt...

Nein. Sie beschäftigen zusätzlich noch für viel Geld Internet-Trolle, die GMO und Glyphosat schön reden und promoten sollen. Das macht mich jetzt schon sehr nachdenklich über diese Organisation.


Und möglicherweise erklärt das sogar, wieso die WHO ihrer eigenen Agentur IARC in den Rücken gefallen ist. 



"Würde Gates morgen sein das Geld aus der WHO ziehen, dann wäre sie praktisch noch am selben Tag handlungsunfähig."


Denn wie die arte-Doku zeigt:
Würde Gates morgen sein das Geld aus der WHO ziehen, dann wäre sie praktisch noch am selben Tag handlungsunfähig. Und es arbeiten ja ranghohe Mitarbeiter von Monsanto in der Gates-Stiftung, auch das zeigt der arte-Bericht.

[Minute 51 ff]

Und das würde bedeuten, dass die -Welt-GESUNDHEITS-organisation alles mögliche tun kann. 


So lange es nur nicht den gesundheitsgefährdenden Aktivitäten der Konzerne im Weg steht, denen Bill Gates wohlgesonnen ist oder deren Aktien er hält.

Das alles ist ein wahr gewordener Albtraum.


Bis später

Weiterführende Links:
arte: "Die WHO - Im Griff der Lobbyisten?"

Donnerstag, 20. April 2017

Wie Konzerne unser Wissen manipulieren

AufgedeKKt
Ein unscharfes Netz voller Lügen
Über den unglaublichen Einfallsreichtum, 
wie Konzerne unliebsame Informationen unterdrücken

Wenn man wie ich sehr viel im Internet unterwegs ist um Dinge zu recherchieren, ist man manchmal verblüfft, wieso manche Informationen von Geisterhand verschwinden, oder Suchergebnisse in Google irrelevanten Schrott zutage bringen. Anstatt der gesuchten Infos.





Je länger man das tut, desto klarer wird, dass die von Konzernen beauftragten PR-Agenturen und Consulting-Firmen heute nicht mehr nur Vorteile eines bestimmten Produktes herausstellen, sondern eine recht aktive Rolle dabei zu spielen scheinen, unvorteilhafte Information zu einem Produkt im Internet verschwimmen oder noch lieber sogar verschwinden zu lassen.

Ich hatte hier ja schon einmal aufgedeckt, wie Wikipedia ganz offensichtlich zum Nachteil derer manipuliert wird, die sich gerne umfassend zu einem Thema informieren möchten.
Das haben übrigens 2 Filmautoren unabhängig von mir an einem anderen Beispiel sehr interessant weiter aufgedeckt, die Filme sind zwar lang, aber durchaus sehr lohnenswert, wenn man künftig Quellen besser qualifizieren können will. Ich verlinke die mal unten für Euch.

Neulich wurde ich nun von einem Mitstreiter in Sachen Glyphosat auf einen total spannenden Umstand hingewiesen (danke, D.!):

Wenn man bei Google den Suchbegriff
"Seventeen reasons to ban glyphosate" 

(übersetzt: 17 Gründe, warum man Glyphosat verbieten sollte)
eingibt, um auf eine hochinteressante Faktensammlung zuzugreifen, die eine der weltweit führenden unabhängigen Forscherinnen zu gesundheitlichen Auswirkungen auf Glyphosat für uns zusammengestellt hat, dann passiert äusserst Merkwürdiges...

Angezeigt werden ein paar Seiten mit genau dem gesuchten Satz im Titel. 

Klickt man dann aber auf eines der Suchergebnisse, dann erhält man einen Artikel bestehend aus einer vollkommen wirren Kombination von Worten, die weder zum eigentlichen Thema gehören, noch sonst irgendwie einen besonderen Sinn ergeben.
(Achtung! Wenn Ihr das selbst testet, wozu ich ermutige weil man das mal selbst gesehen haben muss - habt einen guten Virenscanner an, einer der ersten Suchtreffer scheint problematisch...) 

Als jemand, der sich im Internet ganz gut auskennt und die Problematik von unsicher programmierten Seiten kennt, war mein erster Gedanke natürlich: 
"Oha, die Seiten wurden wohl gehackt und ein Botprogramm hat diese Desinformation ohne Zutun oder Kenntnis der Seitenbetreiber dort abgelegt. Wer auch immer ein Interesse daran hat, das zu tun, hat da wohl ziemlich kriminelle Energie aufgebracht..."




Nun ist einer der obersten Einträge eine deutsche Rechtsanwaltskanzlei.
Die wollte ich natürlich gerne vor weiterem Schaden bewahren, zog mir die Telefonnummer aus dem Impressum und rief dort an...


"Guten Tag, ich war eben im Internet unterwegs und habe festgestellt, dass wohl jemand Ihre Webseite gehacked hat. Da dachte ich, ich mach Sie mal darauf aufmerksam, wer weiss, was man Ihnen auf der Seite sonst noch irgendwie antut..."

Die Dame auf der anderen Seite, nach kurzem Tippgeräusch:
"Wieso? Unsere Seite funktioniert perfekt..."


"Nein, ich meine nicht die Hauptseite... Tippen Sie mal hinter Ihrem Internetnamen ein:
Slash... also Hochtaste Sieben... Dann... Seventeen... reasons..."


Die Dame tippt nichts, klickt nichts... wird forsch:
"Nein, Sie kommen ganz gut auf unserer Seite zurecht, 
Sie können sie problemlos bedienen. Dort ist alles in Ordnung! "

"Äh. Ist es nicht. Erhalten Sie persönlich die Emails auf Ihren Schirm von der info@-Mailadresse? Weil dann schicke ich Ihnen den Link..."

"Ja, die bekomme ich. Wer sind Sie denn überhaupt?!"

"Kleinen Augenblick, ich schicken Ihnen den Link...", unterbreche ich sie. Schicke den Link.

Die Dame darauf sofort, ohne irgendetwas hörbar zu klicken, geschweige denn Zeit gehabt zu haben, überhaupt auf meine Email zu reagieren und sie zu öffnen:

"Ah, ja, vielen Dank für Ihre Meldung, wir kümmern uns drum..."

Nun - ich will ganz ehrlich sein: Das war wirklich komisch. 
Es hat bei mir den Eindruck hinterlassen, dass sie ganz genau von dieser komischen Unterseite wusste, und wohl auch von ihrem Zweck, denn die ganze Abfolge des Gespräches und ihr Timing waren doch sehr merkwürdig. Aber ich unterstelle nichts auf der Basis eines mulmigen Gefühles, ich verlasse mich lieber auf konkrete Hinweise.

Also beschloss ich, der Kanzlei zwei Wochen Zeit zu geben, den "Fehler" auf ihrer Webseite zu beheben, und einfach später nochmal reinzuschauen. 
Ich nahm mir das im Kalender auf Wiedervorlage.




Zwischenzeitlich sind drei Wochen vergangen, und wie zumindest die ersten Leser nach Veröffentlichung des Beitrages bestätigen können: Die fragwürdige Seite ist nach wie vor online...

Sollte das etwa doch Absicht sein? Doch wissentlich und mit wohlwollender Kenntnis des Seitenbetreibers? Was aber würde einen Anwalt in Kiel dazu bewegen, sich für so einen Unfug herzugeben?

Nun, eine mögliche Erklärung bietet der weisse Banner am unteren Ende der Seite, in dem der Anwalt stolz auf seine Vernetzung hinweist. Life Science Nord, steht da unter anderem zu lesen.





Soso. Life science. Das ist doch der neue wohlklingende Marketingbegriff für den abgenutzten, teils negativ belegten der "Biotechnologie". 


Oder wie einige sagen: Synonym für das gefühlte Recht einiger, mit der Veränderung von biologischen Organismen lieber Gott zu spielen, ohne sich einen feuchten Kehricht zu scheren, welche Langzeitfolgen dieses riskante Spiel mit der Evolution hat.

Ich folge also ein paar weiteren Spuren und entdecke, dass Life Science Nord früher Norgenta hiess, und dann endlich in diesem Dokument gleich auf der dritten Seite eine sehr spannende Verbindung zu einer Consulting-Firma namens Capgemini. 




Consulting klingelt mir sofort im Ohr, die machen ziemlich oft aus skrupelosen Konzernmonstern noch skruperlosere Konzernmonster. 
Also gebe ich mal eben in Google ein "Capgemini Monsanto" und siehe da... 


Bingo - die hängen also wohl tatsächlich zusammen. Gemeinsam mit ein paar anderen haben sie über 7,2 Mio US-Dollar ausgegeben, um eine Kennzeichnungspflicht für GVO-Lebensmittel zu verhindern. Und der Kassenwart von Life Science Nord ist auch noch von der Consulting-Firma Ernst & Young, schnuckelig, diese Zufälligkeiten. Man kennt sich halt.


Wer weiss... Vielleicht ist diese Verbindung ein Zufall. Vielleicht auch nicht.
Lifescience Nord hat sich jedenfalls die Förderung von Biotechnologie auf die Fahnen geschrieben und dazu gehören nun mal auch genetisch veränderte Organismen, also GMO/GVO. Und dann ist Roundup und Glyphosat logischerweise nicht mehr weit.


Und wenn der die Kanzlei Gabriel von Life Science Nord Aufträge und Honorare bekommt, dann kann man denen schon mal einen Gefallen tun. Life Science Nord. Oder Capgemini. Oder Monsanto. 


Sollte dieser Zusammenhang zutreffen, ist er nur ein weiteres Beispiel, wie schwer es einem heutzutage gemacht wird, an vernünftige Information zu kommen, und wie anstrengend es geworden ist, glaubwürdige Quellen von manipulierten zu unterscheiden.
Längst tobt in den düsteren Tiefen des Internets ein mit sehr harten Bandagen geführter Kampf, gespickt mit manipulierten Infos und miesen Tricks, denen der Normalsterbliche durch die Tarnung über mehrere Ebenen kaum mehr auf die Schliche kommen kann. 

Dem Rechtsanwalt sei jedenfalls zu wünschen, dass er nur noch keine Zeit gehabt hat, diesen "Fehler" auf seiner Webseite zu beheben, denn was ihm nicht ganz so bewusst ist:
Google behält sich das Recht vor, Webseiten, die Suchergebnisse zu manipulieren komplett vom Netz zu nehmen. Und sollte ihm das passieren, dann wird sich sein Neukundenkreis wohl künftig nur noch aus den Gelben Seiten rekrutieren lassen. 

Im Internet ist er dann erst einmal tot. 
Das haben sogar schon namhafte Firmen wie BMW zu spüren bekommen, die in der Vergangenheit dabei ertappt wurden, Suchergebnisse ähnlich zu manipulieren.
Die Folge: Die BMW-Seiten waren über mehrere Tage in Google überhaupt nicht mehr zu finden. 


Viel Glück denn mal, Gabriel Rechtsanwälte!
Es sei Euch gewünscht, dass Euch niemand bei Google meldet...      



Bezogen auf die anderen Suchtreffer, die ich teilweise auch angeklickt habe 
(Achtung, nochmal: Virenscanner an, mindestens eine Seite verhält sich komisch) kann ich mir vorstellen, dass die tatsächlich teilweise gehackt worden sind, da ist ein Bezug schwer nachzuvollziehen, ob die Seitenbetreiber das wohl alle wissentlich mitgemacht haben könnten oder nicht. 


Aber von einem soll das alles nicht ablenken: 
Das Manöver an sich, einen Artikel mit einem bestimmten Titel aus dem Web zu verdrängen und die Suchergebnisse mit Nonsens anzufüllen, das hat heute Methode. 


Und hilft wohl nur wenigen, was wohl auch nur wenige dazu veranlasst haben dürfte, so etwas in Auftrag gegeben zu haben.

Und es ist auch nicht das erste Beispiel dieser Natur, die mir im Web begegnet sind, deshalb dachte ich mir, ich teile so ein Muster mal mit Euch.


So. Achja. Eines schulde ich Euch noch.
Den Link zum Original des eigentlichen "Seventeen reasons" - Artikel. 

Und bevor der dann ganz aus dem Web verschwindet, habe ich mir erlaubt, für Euch eine Kopie auf meinen eigenen Server zu legen. Biddeschön.
Wer Englisch kann und sich die Mühe macht, den Beitrag zu lesen und den genannten Quellen zu folgen, wird schnell erkennen, wieso man so einen Aufwand betreibt, den Artikel "verschwinden zu lassen". 


Der Original-Text "Seventeen Reasons To Ban Glyphosate", Nancy L. Swanson (Ph.D.)


Was waren das noch für Zeiten, in denen sich Firmen aus Überzeugung damit beschäftigt haben, ein Produkt für ihre Kunden zu bauen, dass ihnen hervorragende Dienste macht und man Konkurrenz noch ausgeschaltet hat, indem man noch bessere Produkte baut.

Heute ist das wohl nicht mehr so. Heute geht es wohl nur darum, dass die Zahlen stimmen - Konsequenzen sind egal. Und wenn mal PR nicht so läuft, wie man will, dann manipuliert man, hackt Seiten, täuscht die Öffentlichkeit, belügt alle, dass sich die Giftfässer biegen, und diskrediert schon mal gerne jemand als Rechtsradikalen und Verschwörungstheoretiker.
Weil man sich momentan noch auf die Reaktion der Menschen verlassen kann:
Jemand, der so gebrandmarkt ist, dem hört keiner mehr zu.


Selbst wenn es ein vollkommen vernünftig klingender Friedensforscher ist, wie der, von dem der Film Zensur spricht.


Ich zweifle sehr, dass das noch lange gut geht, denn irgendwann werden die Leute aus der virtuell geschaffenen Matrix erwachen. Und ich habe so ein Gefühl, dass das dann für die Erschaffer derselben alles andere als gut ausgehen wird.


Bis später.



Weiterführende Links:
Der richtige Text: "Seventeen -DAMN GOOD- Reasons To Ban Glyphosate" Danke, Nancy! 

Lifescience Nord, Masterplan
Verbindung Capgemini, Monsanto, Ernst&Young
Film: Die dunkle Seite von Wikipedia
Film: Zensur - wie ein Netzwerk Webinhalte manipuliert (vorgespult, Rest lohnt auch!)
Blog: Das Wikipedia-Wunder - über Manipulationen am Wikipedia-Beitrag "Glyphosat"



PS: Macht bitte mal ein paar Screenshots, bei Anwaltskanzleien weiss man nie, ob es nicht gut ist, ein paar Zeugen zu haben, nachher behaupten die noch, dass sie diese Seite niemals online hatten. Danke.

Donnerstag, 13. April 2017

Achtung Grüntee

KKontaminationsquelle
Glyphosat in Grüntee nachgewiesen
Neue Messwerte zeigen Belastung






Einige von unseren Teilnehmer haben ja über den Zeitraum von über einem Jahr nachgewiesen: 7 von 10 Bürgern in Deutschland sind mit Glyphosat belastet.
Zur Belastungskarte

Auch wenn selbst bei uns noch lange nicht alle verstanden haben, wie ungut diese Belastung für die Gesundheit ist, so fragten mich doch über die Zeit einige von den als belastet gemessenen verständlicherweise oft nach den Quellen. Und wie man eine Belastung vermeiden könnte.

Wir haben da im letzten Jahr schon einen ganz guten Job gemacht und eine recht umfangreiche Liste zusammengestellt, die die wahrscheinlichsten Belastungsquellen aufzeigt.

Zur Glyphosat-Fibel

Viele dieser Dinge lassen wir ja an 6 Tagen in der Woche ohnehin weg, bei denen, die sich nachträglich als potentielle Kontaminationsquellen erwiesen haben informierten wir bereits.

Nun haben uns unsere Freunde bei Global 2000 einen sehr grossen Gefallen getan und ein paar Grüntees auf Rückstände getestet. 

Mit - mal wieder - verheerendem Ergebnis: 
Denn von den zufällig ausgewählten Sorten, die wir so im Supermarkt kaufen können sind von 15 Sorten 9 mit Glyphosatrückständen gemessen worden. 




Abgesehen davon wurde noch auf andere Pestizide gemessen und ich empfinde es als einen Skandal, dass wir Teesorten haben, in denen sich 11, 14 und 15 verschiedene Pestizide nachweisen lassen.
Und obendrein auch noch welche, die in der EU gar nicht zugelassen sind.

Ein weiterer Beleg, dass das Pestizid-Ding längst ausser Kontrolle geraten ist und wir endlich anfangen müssen, dieses Thema nachhaltig anzupacken.

Wieso Glyphosat besonders ungut ist:
Warum nun Glyphosat nach meiner Auffassung besonders bedeutsam als Fund zu gelten hat ist der Umstand, dass es unglaublich starke und vielfältige negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat und obendrein noch wasserlöslich ist. 
Mit anderen Worten: Das Ausspülen aus den Teebeuteln in die Tasse und dass es damit in unsere Körper gelangt ist hochwahrscheinlich. 
Das mag auch bei anderen Pestiziden der Fall sein, die gemessen wurden, das habe ich nicht nachgeschaut - von Glyphosat ist es aber sicher.


Das Ranking der belasteten Sorten nach Höhe, oben am meisten belastet:





1) Twinings - Pure Green Tea - 0,44 mg/kg
2) Teekanne - Hochland Grüntee - 0,35 mg/kg
3) Teekanne - Foursenses Hochland Grüntee - 0,34 mg/kg
4) Dallmayer - Grüner Tee - 0,24 mg/kg
5) Spar - Grüner Tee - 0,18 mg/kg
6) LIDL - Lord Nelson Grüner Tee pur - 0,14 mg/kg
7) Teekanne - Teefix Grüner Tee - 0,13 mg/kg
8) Milford - Grüner Tee - 0,11 mg/kg
9) Mr. Perkins (Hofer) - Grüner Tee - 0,045 mg/kg

Und wieder zeigt sich das übliche Bild:
Alle konventionell erzeugten sind glyphosatbelastet - alle Bio-Sorten ausnahmslos unbelastet.







Bemerkenswert und traurig: 
Selbst in den Bio-Sorten war keine einzige komplett pestizidfrei, selbst dort wurden zwischen 1 und 3 Pestizide nachgewiesen. Bis auf einen einzigen alle sogar mit Pestiziden, für die es in der EU keine Zulassung gibt.
Was die grundsätzliche Frage aufwirft, ab wann unsere Lebensmittelsicherheit endlich so funktioniert, dass wir die Importe testen und diese Produkte aus unseren Regalen verschwinden. Denn was macht es für einen Sinn, dass wir verbotene Pestizide am Ende dann doch in den Lebensmitteln haben?

Die beste Alternative:
Der reinste Grüntee von allen war in dem Testlauf die Sorte
Cupper Bio Pur Green Tea, der hatte tatsächlich nur sehr geringet Spuren von einem einzigen Pestizid. Ich habe Euch den hier verlinkt. Falls Ihr den nicht vor Ort in Euren Läden bekommt, könnt Ihr ihn auf Amazon auch direkt nach Hause schicken lassen.
Zum Cupper-Angebot  



Zum Cupper-Angebot  



Wer sich jetzt - wie ich - auf dieser unsäglichen Liste wiederfindet und seinen Teevorrat nicht mehr aufbrauchen möchte: Schickt es doch unserem Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft als Päckchen und legt einen Zettel bei "Ich will das nicht mehr" und den Glyphosat-Rückstands-Wert dazu. Vielleicht braucht es einfach ein paar greifbare Hinweise für die Damen und Herren dort, dass wir da auf ein ernstes Problem schauen.



Bis später.




Weiterführende Links:
Originalbericht Grünttee und Pestizide Global 2000 PDF

Belastungskarte
Glyphosat-Fibel
Sich selbst auf Rückstände testen lassen
Clean-Green-Tee Cupper bestellen (4er Pack)