Donnerstag, 23. März 2017

REPORT: Glyphosat und Krebs - Gekaufte Wissenschaft - Ein Kommentar

KKommentar
Report: Glyphosat und Krebs: Gekaufte Wissenschaft
Die Tricks von Monsanto und der Beitrag der Behörden 
um Glyphosat vor einem Verbot zu retten.

Heute hat Global 2000 einen Bericht online verfügbar gemacht, in denen die Autoren Helmut Burtscher, Peter Clausing und Claire Robinson akribisch aufzeigen, wie die Glyphosathersteller unter der Führung von Monsanto für die Wiederzulassung Wissenschaftler gekauft, Ergebnisse verfälscht haben, und welche Rolle die entscheidenden Behörden dabei gespielt haben. 

Der Bericht enthält auch eine ganze Reihe an interessanten Daten und Quellverweisen zu entsprechenden Studien, die nahelegen: Glyphosat ist krebserregend.

Wer die Autoren nicht kennt: Das sind für Europa mit die bestorientiertesten Wissenschaftler, die sich eine halbe Ewigkeit mit dem Mittel beschäftigt haben und aufgrund der aktuellen Beweislage entschiedene Gegner einer Wiederzulassung sind.
Ihre Arbeit ist den Herstellern ein echter Dorn im Auge, deshalb werden sie ständig mit Diskreditierungskampagnen überzogen, die meiner Meinung nach haltlos sind, und die Integrität dieser Leute eher adeln, als dass sie mein Vertrauen erschüttern könnten.

Den Originalbericht könnt Ihr hier herunterladen
Zum PDF-Download

Da der Bericht zunächst zum überwiegenden Teil in kompliziertem Fach-Englisch verfasst ist werden die brisanten Informationen leider denen nicht so einfach zugänglich sein, die sich mit Englisch nicht so leicht tun und denen Fach-Englisch ohnehin eher chinesisch vorkommt.

Für diese Leute schreibe ich den Kommentar zu diesem Bericht, den ich heute im Laufe des Tages sehr intensiv studiert habe. Ich zeige Euch ein paar Highlights daraus.


Gezeigt wird unter anderem zum Beispiel, das Studien herangezogen werden, die eigentlich für jeden Laien ersichtlich ein ganz anderes Bild zeigen, als das dann der Öffentlichkeit präsentiert wurde. So gibt es eine Studie, in der man mehrere Mäuse verschiedenen Dosen von Glyphosat ausgesetzt hat. Während in der Kontrollgruppe keine Tumoren entstanden sind, stiegen die Tumorenfunde parallel zur Erhöhung der Dosis an. Das sieht dann so aus:

Welches wäre nun Eure Schlussfolgerung daraus? Ist das ein Hinweis auf eine Krebserzeugende Wirkung? Nein, meinten die gekauften Experten... ...  ...   .... 

Vielleicht sind solche "wissenschaftlichen Ergebnisse" ja der Grund, warum Monsanto und Co die Studien als Geschäftsgeheimnis erklärt und nicht öffentlich zugänglich macht?
Es gibt eigentlich keinen anderen vernünftigen Grund, das Patent ist ohnehin schon lange abgelaufen, und jeder kann Glyphosat in sein Giftfässchen mixen, der das lustig findet.


Ebenfalls besonderen Charme entwickelt der Umstand, dass das Herstellerkonsortium bei dem ursprünglichen Antrag, das Mittel auf den europäischen Markt bringen zu dürfen, eine Erlaubte Tagesdosis (ETD, engl. ADI) von 0,05 mg pro Kilogramm Körpergewicht vorgeschlagen hat, und die deutschen Behörden von sich aus grosszügig auf 0,3 "aufgerundet" haben. 

Mit der aktuellen Änderung von der EFSA sind wir nun schon auf 0,5, wofür es meiner Meinung nach überhaupt keine wissenschaftliche Basis gibt. 
Wenn Ihr mich fragt: Die haben das ausgewürfelt.



In einer Passage wird beschrieben, dass die US-Umweltbehörde EPA ihren eigenen Beitrag geleistet hat, wissenschaftliche Ergebnisse, die ein Verbot eigentlich zwingend erforderlich scheinen lassen ein bisschen zum Vorteil der Hersteller frisieren wollten. 

Das hat aber einigen gestandenen Wissenschaftlern dann doch nicht gefallen, Marion Copley, langjährige Toxikologin der EPA hat ihrem Chef ein paar Ergebnisse geschickt und dazu geschrieben:



Die Dame hat einen Orden verdient für dieses Rückgrat.

Aber uns sollte das aus zwei Gründen beunruhigen:
1) Eine Wissenschaftlerin, die uneingeschränkten Zugang - AUCH - zu den geheimen Herstellerstudien hat fällt ein solch klares Urteil und

2) Die Karriereinteressen einiger weniger und deren Skrupellosigkeit bringt eine unglaublich grosse Anzahl an Menschen in Gefahr und das kann sich dann auch noch durchsetzen. Hier wird von ein paar wenigen A-löchern ein unglaublich grosser Teil der Weltbevölkerung als Versuchskaninchen für ein paar Milliarden Dollar Umsatz degradiert. Was ein Hohn.


Ich glaube, ich werde diesen Typ "Mensch" wie ihren Vorgesetzten niemals verstehen, der selbst bei solch einem klaren Risiko seine Seele verkauft. Wenn jemand hinter Gitter gehört, dann ganz sicher die, und zwar lebenslänglich, gerne bei Wasser im ADI-Bereich und sikkiertem Glyphosat-Weizen-Brot, bitteschön.

Und leider haben wir offensichtlich solche "Menschen" auch in Deutschland an sehr entscheidenden Stellen...
Die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft BBA hat gemeinsam mit dem Bundesinstitut für gewundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin BgVV und dem Umweltbundesamt BBA schon während dem eigentlichen Zulassungsverfahren 1999 vorhandene Belege für die krebserzeugende Wirkung von Glyphosat aktiv unterdrückt und darüberhinaus hat das BBA den ADI (Acceptable Daily Intake = Erlaubte Tagesdosis) von Glyphosat statt wie vom Herstellerkonsortium beantragt von 0.05 mg/kg auf 0,3 mg/kg um das sechsfache höher angesetzt. WIESO!?!

Die gesamte Vorgehensweise wurde im Juli 2011 noch vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) selbst kritisiert, die geforderte Diskussion hat aber nie stattgefunden. Das mag unter Umständen daran liegen, dass der im BfR zuständige Mann für die Pestizidsicherheit derselbe Roland Solecki ist, der für das BBA diese unglaublichen Entscheidungen getroffen hat.

Das BfR hat - wie im Report nachgewiesen - ganz bewusst Beweise zum Vorteil der Industrie verändert und deren Bedeutung gezielt heruntergespielt.
Das ist für eine steuerfinanzierte staatliche Institution, deren Funktion der Schutz die Gesundheit der Bürger - in diesem Fall als Berichterstatter für die EU - für 508 Mio EU-Bürger inakzeptabel und MUSS personelle - wenn nicht strafrechtliche - Konsequenzen nach sich ziehen.

Ich war aufgrund der unterschiedlichen Studien bezüglich des Krebsrisikos bisher sehr verhalten mit meiner Aussage zu Krebs selbst, habe aber ja im Film "Gift im Darm" meine zwischenzeitlich wissenschaftlicher hinterlegten Thesen zu einer ganzen Reihe weiterer Krankheiten erläutert.

Aber nach diesem Bericht habe ich persönlich keine Zweifel mehr.
Zieht man die gekaufte Wissenschaft ab, bleibt nur noch ein riesiges knallrotes Ausrufezeichen hinter dem Wort Krebs, und damit muss das Mittel nach den EU-Reglementen umgehend verboten werden.


Die von Industriegeldern freien Studien weisen erdrückend auf den Umstand hin, dass Glyphosat krebserzeugend ist oder bei der Entstehung von Krebs eine Rolle einnimmt.

Dieser Umstand wird sich früher oder später ebenso offenbaren wie das bei einer ganze Reihe Vorgängerprodukte aus dem Hause Monsanto war, die ursprünglich als sicher galten und heute im Allgemeinwissen als hochgiftig gelten und deshalb verboten wurden.


Es stellt sich eigentlich nur noch die Frage, wie viele Menschen bis zu dieser Erkenntnis noch sinnlos sterben oder schwer erkranken müssen.


Und wenn Ihr jetzt mal in Euch geht und überlegt, wen Ihr alles in Eurem eigenen Umfeld kennt, den Ihr bereits verloren habt oder der gerade mit Krebs kämpft, dann wird es wohl endlich Zeit, dass Ihr Euch an die Tasten setzt und im "Superwahlkampf-Jahr" jeden Politiker so lange nervt, bis er sich endlich mit den Wahrheiten zu diesem Thema auseinandersetzt. Ihr könntet diesen Leuten ja mal eine Kopie des Reports zukommen lassen und um Stellungnahme bitten. 

Das sind ein paar Zeilen. Na!?


Bis später.


Weiterführende Links:
Der Global-2000-Report (PDF)


Aktuelle Situation: 70% der Menschen haben das krebserzeugende Mittel derzeit in ihrem Körper nachweisen können


PS: An die Autoren

Lieber Helmut,
werter Peter,
liebe Claire,

Ihr habt mit diesem brillanten Report der Öffentlichkeit einen unschätzbaren Dienst erwiesen.

Im Namen der bald 17.000, die ich vertrete, und den 70%, die wir positiv mit Glyphosat gemessen haben
und von denen ein nicht unbeträchtlicher Teil gesundheitliche Probleme bis hin zu NHL haben
ein riesiges
D A N K E S C H Ö N

Montag, 20. März 2017

Lebensmittelsicherheit? Nicht mit DIESER EU!

NachdenKKlich
Wieso geben wir diesen Leuten so viel Macht?
Dieser Mann ist zuständig für die Lebensmittelsicherheit von 508 Millionen EU-Bürgern. Wieso?!


Nach akribischer Recherche aufgrund einiger Ungereimtheiten konnte ich am Wochenende ein paar interessante Fakten in einem neuen Film zusammentragen, die nicht nur das Glyphosat-Problem an sich betreffen, sondern ganz allgemein die Themen Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Europa.

Das Recherche-Ergebnis könnt Ihr in diesem 12-minütigen Film anschauen:


Zum Film

Und wenn man nun noch betrachtet, für welche Branchen er da zuständig ist...
Pharma-Industrie, Lebensmittel-Industrie, Aggro-Chemie...
Die ja jetzt alle nicht für einen moralisch hohen Standard berühmt sind...

Ich finde, damit kann man als normal denkender Mensch nicht weiter einverstanden sein.


Bis später.

Film: 
Vytenis Andriukaitis - Der EU-Gesundheitskommissar mit Risiken und Nebenwirkungen [NDV]


"Beipackzettel"
Alle Quellenangaben und Links zum Film als PDF


Freitag, 3. März 2017

Fruchtgezwergt - Zwei Punkt Null?

Kommentar/Kritik
Fruchtzwerge - Jetzt mit neuer Rezeptur
Entwickelt sich Danone in eine bessere Richtung?

Die ersten TV-Spots flimmern verführerisch über den Bildschirm und informieren über eine Veränderung. Vom Standpunkt eines längst gut eingeführten Produktes sogar eine drastische. Denn verändert wird nicht nur innen, sondern auch aussen.



Ich finde es ja sehr spannend, dass man interessante Daten zu einem Produkt, das sich an unsere Kinder richtet, heutzutage am besten aus einer Wirtschaftszeitung erhält. 
Erkennt man so vielleicht, an wen sich die Veränderung vor allem richtet: 
Etwa an die Aktionäre?

Im Artikel wird die Veränderung jedenfalls wie folgt begründet:

"Ab Februar ist das beliebte Milchprodukt Fruchtzwerge in einem moderneren Design und mit verbesserter Rezeptur erhältlich. Der Zuckergehalt wurde um 14 Prozent auf nunmehr 11,8 g pro 100g erneut reduziert. Auch das Design wurde angepasst: ein schlichtes Erscheinungsbild mit weißem Hintergrund spiegele den generellen Anspruch auf Natürlichkeit wider, so der Konzern."

Donnerlüttchen aber auch! 14 Prozent weniger Zucker! Da soll noch einer sagen...
Und - aha. Anspruch auf Natürlichkeit. Sehr schön. Natürlich ist immer gut. Oder?

Aber weiter im Text:
„Fruchtzwerge haben durch die jüngste Weiterentwicklung ein optimiertes Nährwertprofil, um den Anforderungen von Eltern im Hinblick auf die Ernährung und Entwicklung ihrer Kinder noch gerechter zu werden“, so Mira Koppert, Ernährungswissenschaftlerin bei Danone. Das Unternehmen setzt weiterhin auf Vitamin D und Calcium und verzichtet auf den Einsatz künstlicher Farb- und Konservierungsstoffe.

Ich hatte es befürchtet. Da arbeiten Ernährungswissenschaftler. 
Ein Hinweis darauf, dass sie wohl doch ziemlich genau wissen, was sie tun.

Es gibt einen Umstand am Internet, den ich immer mehr zu schätzen lerne.
Es vergisst nicht. Und vielleicht sogar noch weniger, wenn es in meinen Blog steht.

Und so ergibt sich die geniale Chance auf einen 1:1 Vergleich der Neuerung, was den Inhalt betrifft.

Auf, auf, zum lustigen Faktencheck:

In meinem Blogartikel vom 30. Juli 2015 habe ich ja dankenswerter Weise ein paar Details peinlich genau festgehalten, ein Hoch auf diese Gründlichkeit an dieser Stelle.

Und da steht zu damals zu den Zutaten:

Frischkäse, Zucker, Erdbeeren, Bananen, Aprikosen, Rote Bete Saftkonzentrat, Calciumcitrat, Aroma, Vitamin D.

Und jetzt auf der aktuellen Webseite liest man:

Frischkäse, Rahm, Zucker, Erdbeeren, Bananen, Aprikosen, Oligofructose, färbendes Konzentrat Rote Beete, Calciumcitrat, natürliches Aroma, Vitamin D.


Aha. Da ist also der Unterschied in der Rezeptur: Rahm, und Oligofructose.
Schauen wir gleich noch näher an...

Spannende Beobachtung noch nebenbei: 
Damals erklärte man uns noch, dass der Fruchtanteil bei stattlichen 6% läge. Diese Bezeichnung steht aktuell nirgends mehr. Wieso?! Ist man nicht mehr stolz genug auf den Fruchtanteil? Oder wurde der gar weiter reduziert? 


Jetzt muss man ja wissen, wie die Medien heute funktionieren. Die Susan Hasse vom Handelsmagazin Cash erfindet so einen Text ja nicht mehr selbst. 
Das wäre journalistische Arbeit, und die ist in diesen Tagen nicht mehr ganz so gefragt wie früher, als das noch ein flächendeckend ehrenwerter Beruf war.
Nein, heute bedient man sich an einem Presseportal. 
Und wie es der Zufall will stolperte ich so über das Original, von dem sie abgeschrieben hat.
Da steht noch ein bisschen mehr darüber, wie Danone bzw Frau Mira Koppert das neue Produkt gesehen haben möchte. Und siehe da, es ist gar kein Zufall, dass das von einer Wirtschaftszeitung abgeschrieben wird. Denn veröffentlicht hat Danone das Original auf dgap - die titeln mit "Financial News Directly From The Source".
Also "Finanznachrichten, direkt von der Quelle". Fiiii-nanz. Nachrichten.

Und auch wenn der Frau Hasse von Cash die digitale Tinte ausgegangen ist, oder der Platz - da sind noch ein paar Highlights drin, die eigentlich schon aus Prinzip nicht verloren gehen sollten. 

Gut zu wissen:
* Da es sich bei FruchtZwerge um ein Milchfrischeprodukt handelt und
Laktose (Milchzucker) ein natürlicher Bestandteil der Milch ist, kommt
diese auch in FruchtZwerge vor. Laktose besitzt allerdings nur eine sehr
geringe Süßkraft, ist also nicht mit normalem Haushaltszucker vergleichbar.

Aha. Wie bitte? Weil Zucker in einem Rohstoff drin ist und weniger süss, kann man ihn nicht mit Haushaltszucker vergleichen. Jo. Stimmt. Ist aber meiner Meinung nach ganz bewusst irreführend  formuliert, denn die Mütter interessiert ja nicht die Herkunft, sondern die Wirkung, und die ist sehr wohl vergleichbar. Aber weiter:

* Die Deklarierung des Zuckers in FruchtZwerge bezeichnet den
Gesamtzuckergehalt. Von den 11,8 g Zucker pro 100 g sind 3 g Laktose, auch
die zugesetzten Früchte bringen fruchteigenen Zucker (ca. 0,7 g) mit. Pro
Becher (50 g) werden dann noch ca. 4 g Zucker zugesetzt, um den Geschmack
abzurunden.
Da ist es wieder. Fruchteigener Zucker. Natürlich. Auch das meiner Meinung nach bewusst in die Irre geführt, denn Zucker ist Zucker und fruchteigene unter Umständen je nach Fruktosegehalt sogar ungünstiger. Aber Mütter liebens ja natürlich, für die Kids.

Aber jetzt kommt der echte Graue-Zellen-Bügler. Folgt ihr mir mal eben schnell:
Von 11,8g Zucker pro 100 Gramm sind 3 Gramm Laktose (also der "gute" Zucker aus Milch)
und 0,7 g kommt aus den zugesetzten Früchten (heisst 0,7%, btw...). Und jetzt kommts.
Pro 50 Gramm Becher werden ca 4 Gramm zugesetzt. Habt Ihr's gemerkt?!

Ein typischer Industrie-Taschenspieler-Trick, der sich darauf verlässt, dass man die Zahlen alleinstehend liest und nicht mitdenkt. Aber sorry, ich denk halt nun mal mit.

Ich vereinfache den Satz daher neu und setze alles auf 100 Gramm, für den besseren Vergleich: 
"Von 11,8g Zucker pro 100 Gramm sind 3 Gramm Laktose, 0,7g aus den Früchten und ca ACHT(!) Gramm auf 100 zugesetzt, um den Geschmack abzurunden." 

Klar, wie das läuft?! Schwubs ist nämlich das "abrunden" tatsächlich das Doppelte vom übrigens keinen Deut günstigeren Zucker, den man hier so hartnäckig als natürlich verkauft.
Und das würde nicht nur das Wort "abrunden" ins Lächerliche ziehen (wo es hingehört), sondern auch das Scheinargument mit den Haushaltszucker oben absurd erscheinen lassen (was es ja auch ist).

Und jetzt kommt die Stilblüte, die mich vermuten lässt, warum der Cash-Susan die digitale Tinte und der Platz ausgegangen ist. Ich gehe mal davon aus, dass sie den Zucker-Trick nicht bemerkt hat. Aber das was jetzt kommt, war ihr vermutlich selbst zu komisch...
Susan, falls Du das liest kannst mich das ja mal wissen lassen... 
Meine Emailadresse ist nicht schwer herauszufinden, steht irgendwo schon ein paar Mal hier im Blog.

FruchtZwerge - der ideale Snack für den Nachmittag

Für Kinder in Deutschland ist der Snack am Nachmittag eine wichtige
ergänzende Zwischenmahlzeit. Anders als in vielen anderen Ländern dürfen
Kinder hier oft selbst entscheiden, was sie am Nachmittag essen.
FruchtZwerge sind durch ihr Nährwertprofil eine schlaue Wahl und eine
wertvolle Alternative zu Keksen, Schokolade und anderen Snackprodukten für
Kinder. 

Was für ein Yak-Mist auf Rädchen! Aber danke sehr, jetzt ist das mit den 2 Stück aus meinem ersten Blogbericht dazu wenigstens vom Hersteller selbst als "amtlich anerkannt" beschrieben.

Auch bieten FruchtZwerge schon seit ihrer Markteinführung vor über
35 Jahren im Vergleich zu vielen anderen Milchprodukten einen
entscheidenden Vorteil, wie Mira Koppert, Dipl.-Ökotrophologin bei Danone,
erklärt: "Wir haben die Konsistenz der klassischen FruchtZwerge so
entwickelt, dass sie von Kindern ganz selbstständig und ohne zu kleckern
gelöffelt werden können. 

Ehrlich?! Wie klein sind eigentlich Kinder, die kleckern? Das müssen wir doch beim WHO-Zuckervergleich direkt mal im Hinterkopf behalten, bitteschön. Was für ein Quatsch.

Die enthaltenen Früchte sind fein püriert, da Kinder Fruchtstücke oft nicht mögen. 

Erziehen wir nach dem Danone-Verständnis also selbstständige Kinder, die nur püriert vertragen. Gute Idee, Frau Koppert. Sie sind ein Genie! Ich gehe mal davon aus, dass Sie ihr Diplom nicht unbedingt an einem lauen Weihnachtsabend im Glühwein gefunden haben, von dem her wissen sie genau, was das für die Aufnahmefähigkeit bei "fein püriert" mit dem enthaltenen Zucker bedeutet, richtig?!

Außerdem ist die Größe der Becher
ideal, um von Kinderhänden alleine gehalten zu werden." Diese Entwicklung
ist kein Zufall: Denn FruchtZwerge liegt das Thema Selbstständigkeit bei
der Entwicklung von Kindern sehr am Herzen.

Verdammich aber auch. Die Kleckerkinderhände also. Gleich nochmal im WHO-Vergleich was für den Hinterkopf...

Wussten Sie schon?
* 90 Prozent der Eltern sind der Meinung, dass der Snack ein wichtiger Teil
der täglichen Ernährung ihrer Kinder ist.*
* Joghurt ist der zweitliebste Snack für Kinder in Deutschland (54 Prozent).*
* Eltern geben ihren Kindern gerne Joghurt als Snack, weil ihre Kinder den
Geschmack lieben.*
*Afternoon snacking study, Dezember 2015

90% der Eltern irren. 54% haben noch nie auf den Zuckergehalt der Joghurts geschaut.
Nicht der Geschmack von Joghurt wird von den Kindern in diesem Fall geliebt, sondern der enthaltene Zucker. Und nebenbei bemerkt vermisse ich in der Zutatenliste den Joghurt überhaupt, was soll also das Argument und der Vergleich?! Frischkäse hat gemäss Definition überhaupt nichts mit Joghurt zu tun?

Und - kann mir jemand die genannte Studie zuschicken bitte?
Ich fand keine im Web. Die dem Titel nächste dazu hatte etwas mit Beerenkonsum zu tun.
Nicht mit Fruchtzwergen oder sonstigen Süssigkeiten als Snacks. Anyone?!

FruchtZwerge - Sag Ja zu Selbstständigkeit

Manchmal ist es gar nicht so einfach "Ja" zu sagen - das wissen viele
Eltern. Kinder sind aktiv, probieren gerne Neues aus und entdecken die Welt
mit eigenen Augen. Eltern stehen vor der großen Aufgabe, ihre Kinder beim
Großwerden zu begleiten, sie zu beschützen und ihnen trotzdem Freiräume zum
eigenständigen Entdecken zu geben. FruchtZwerge als vertrauter und
beliebter Begleiter vieler Generationen möchte Kindern und Erwachsenen bei
dieser spannenden Reise zur Seite stehen.

Bla... blaa.... bla... Die spannende Reise in die Zuckersucht und zur späteren Diabetes?
Oder was genau ist damit denn nun gemeint? 


Was hat sich aber nun tatsächlich eigentlich verändert?!
Was macht die neue Rezeptur gegenüber der alten aus?
Dank des Screenshots im alten Blogbericht habe ich den Luxus, das mal 1:1 gegenüberzustellen:




Vergleichen wir also die Bechergrösse 50 Gramm Neu zu alt im Faktencheck:

1) Der Brennwert ist gerade mal um 1(!!!) Kilokalorie gesunken. 

2) Der Fettgehalt ist gleich geblieben, allerdings ist der Anteil der gesättigten Fettsäuren jetzt über verdoppelt. Ausgehend von Frau Dipl.-Kopperts Dipl-Standard ist das eine massive Verschlechterung, denn die DGE schreibt ja "Hinsichtlich der Fettqualität sollten gesättigte Fettsäuren durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren ausgetauscht werden. Damit sinkt das Risiko für koronare Herzkrankheiten und die Gesamt- und LDL-Cholesterolkonzentration im Blut."
3) Der Zucker wurde um sagenhafte 0,5 Gramm gesenkt. Glanzleistung!

4) Das Verkaufsargument Calcium scheint zu bröckeln, da spart man sich neuerdings ein Viertel, und 

5) Vitamin D ist um mikroskopische 0,03 Mikrogramm angehoben.

14% Senkung des Zuckers sind also pro Becher ein halbes Gramm.
Mann, mann, mann... 

Und was ist mit den beiden neuen Zutaten?

Rahm: 
Nunja, der könnte tatsächlich zu einem früheren Sättigungsgefühl beitragen, wenn da nicht die anderen Zutaten wären, die das wohl wieder aufheben.

Oligofructose:
Ein Zucker, den man nicht extra ausweisen muss. Das heisst, man hat wohl die Zuckersenkung erreicht, indem man einen Zucker beigemischt hat, der nicht unter "davon Zucker" auftauchen muss, möglicherweise ist also faktisch sogar mehr drin als vorher.
Man weiss es nicht. 
Tatsache ist, dass dieser Zucker gemäss den Herstellerstudien, die für die Zulassung eingereicht wurden nicht vom Körper aufgenommen werden kann. Ich muss Euch kaum erklären, was ich von Hersteller-Studien für eine Zulassung halte, nicht wahr?
Die EFSA hatte sich jedenfalls lange gewehrt, die von den Herstellern angeführten Vorteile anerkennen, bis 6 Hersteller-Studien das "unumstösslich" gemacht haben.

Fakt ist aber in jedem Fall auch, dass der Verbraucherschutz dazu schreibt:
"Der künstliche Zusatz von Oligofructose ist jedoch nicht ganz unproblematisch. Bei den bisher durchgeführten Studien wurden beispielsweise 10 Gramm Oligofructose pro Testmahlzeit verzehrt. Diese Menge verursachte zum Teil heftige Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Solche negativen Begleiterscheinungen sind natürlich unerwünscht. Die zugesetzte Menge wird deshalb in der Praxis erheblich reduziert. Ob diese geringen Mengen überhaupt noch wirken, ist fraglich. Zudem handelt es sich bei den mit Inulin oder Oligofructose angereicherten Produkten meist um stark verarbeitete Lebensmittel."

Ebenso verwunderlich ist, dass die wie die Hersteller behaupten nicht verstoffwechselte Oligofructose von Fructoseintoleranten teilweise als ein grosses Problem angesehen wird.

Ich persönlich gehe davon aus, dass wir auf das gleiche Problem schauen wie ich das schon für Inulin beschrieben hatte. Eine Fehlbesiedlung im Darm - die ja heute dank einiger Umweltgifte wie Glyphosat gar nicht mehr so selten ist - macht die OF zum Problem. 

Sollten die Kleinen also nach übermässigem Zwergengenuss von sich aus mit Magenkrämpfen zum Kinderarztbesuch einladen, so weiss man spätestens dann, dass diese neue Zutat wohl doch eher keine gute Idee war.

Der WHO-Zuckervergleich
Holen wir also zum guten Schluss nochmal die kleinen selbständigen Kinderkleckerhände aus unseren Hinterköpfen, die laut Hersteller doch gerne 2 Becher dieses Produkts
zu verzehren haben. Die Kiddies freuen sich beim Genuss von 100 Gramm noch immer über rund 5 Zuckerwürfel. Und bezogen auf die Tagesobergrenze für 4 - 8 jährige von der WHO sind 2 von diesen Dingern immer noch so viel, dass sie an diesem Tag nichts anderes mehr mit zugesetztem Zucker zu sich nehmen sollten.


Was also ändert das neue Rezept?
Nicht viel. Vielleicht 2 Ticker nach oben bei der Danone-Aktie. Für Eure Kinder: Nichts.

Ich kann Euch aber sagen, was es nicht ändert:
Meine wachsende Überzeugung, dass diese Konzerne aktuell tatsächlich allesamt nur zu Kosmetik und neuen Verpackungen in der Lage sind, aber nicht zu einschneidenden Veränderungen hin zum Wohl des Kunden. Was gerade bei Kindern eben nicht akzeptabel ist. Und an die richtet sich das Produkt ganz klar. 
Deshalb das Gerede von den Klecker-Patschehändchen.


Das Schlusswort hat nochmal Danone:
"Eltern stehen vor der großen Aufgabe, ihre Kinder beim Großwerden zu begleiten."


Richtig. Gross. Von dick war nicht die Rede.


Bis später.




Weiterführende Links:
In diesem Text direkt verarbeitet.

Mittwoch, 22. Februar 2017

Die Sache mit den Portionen

KKWissen
Das Portionen-Problem und ein Lösungsvorschlag

Vom Aufessen und vom Sattsein

Mindestens wer in meiner Generation aufgewachsen ist kennt noch Sprüche wie "Iss auf - die Kinder in Afrika wären froh, sie hätten überhaupt etwas zu essen".

Ich gehe mal davon aus, dass das heute nicht mehr so oft der Fall ist, denn für die Kinder in Afrika ist ja zwischenzeitlich bestens gesorgt.

Dank Futter-Giganten wie Nestlé, die sie nicht mehr nur mit ihrem eigenen Wasser teuer beglücken, sondern auch den ganzen Kontinent nach und nach mit all den Ernährungsgewohnheiten impfen, die uns schon kaputt gemacht haben.

Und dank Bundeslandwirtschaftsminister-Darsteller Christian Schmidt. 

Der sorgt für Milchpulver, Milch und Schweineohren vor Ort. 
Das macht zwar den einheimischen Bauern jetzt das Geschäfts kaputt und die deutsche Investion aus Steuergeldern in eine teure Molkerei aus Entwicklungshilfe-Geldern, die nun still steht, aber wen kratzt das schon. Wir werden das erst merken, wenn die EU die Mauer gen Süden noch ein Stückchen höher bauen muss, weil sich der arbeitslose Milchbauer in den Norden aufmacht, auf der Suche nach neuen Perspektiven...

Allein Monsanto bleibt da ein bisschen auf der Strecke der hilfsbereiten Weltkonzerne, die sich um das Wohl der Afrikaner kümmern. Denn so richtig klappt das Konzept nicht. Dort werden jetzt mehr Menschen durch den ganzen Aggro-Chemie-Kram krank, und statt mehr Ernte wie Monsanto verspricht gibt es jetzt weniger...

Aber zurück zum Thema: Iss auf!





In jedem Kochbuch steht irgendwo klein in der Ecke sowas wie "Für 2 Personen".

Auf Fertigfutter-Dosen und -pappschachteln findet sich gerne mal der Aufdruck 2-3 Portionen.


Und Mutti? Meint es gut. Sehr gut. 
Im schwäbischen heisst das dann "Iss was, damit de was wirsch".
Und je nach Mutti klappt das auch mit dem "was werden". 
Manchmal wird man was, und manchmal sogar dick.

Ich kann Euch gar nicht mehr sagen wie oft ich nun schon besorgte Muttis dabei beobachtet habe, die ihrem Kind noch den vierten Zucker-Keks zwischen die noch nicht vorhandenen Zähne rammen. Obwohl die Körpersprache des Kindes schon beim zweiten deutlich rebellierte und gesagt hat: "Mama, es reicht!" Ich habe aufgehört, das zu zählen...

Essen ist toll!
Es entspannt, macht glücklich und zufrieden.

Das Hormoncocktail, das uns der Körper zur Belohnung dafür ausschüttet, dass wir ihn mit Nachschub versorgen, kümmert sich da wirklich ganz rührend um uns. 


Aber unter Zwang?!

Steckt nicht in diesem ganzen Portionen-Gedöns und Für-X-Personen-Vorgaben ein riesiger Denkfehler?!

Erklärt mir doch bitte mal, mit welchem Recht ein Hersteller 2 Portionen darauf schreibt?


Beispiel:

Maria ist 1,60m gross, 55 kg schwer und sitzt den ganzen Tag an der Nähmaschine.


Währenddessen schiebt Urs seine stattlichen 1,90m und seine durch den Job als Zimmermann bestens durchtrainierten 86 Kilo reinster Muskelmasse täglich stundenlang über die Dächer der Stadt.

Wieso glauben wir, dass unter diesen dermassen unterschiedlichen Voraussetzungen die Portion für beide richtig ist?

Gingen Maria und Urs zusammen in eines dieser Feinschmecker-Restaurants hätte Maria wahrscheinlich tatsächlich nach dem dritten Gang genug, während Urs flehentlich den Teller anhebt und darunter nachschaut, ob das wirklich schon alles war...



Ich verstehe das. Man braucht einen groben Massstab. 
Etwas, an dem wir uns orientieren können. Deshalb der Aufdruck auf der Packung.
Deshalb die Bemerkung in den Kochbüchern.

Aber das geht doch im wahrsten Sinne des Wortes am Bedarf vorbei.

Und wenn man dann noch den Geist der Mutter auf der Schulter sitzen hat, der flüstert "Iss auf!", dann wird das Portionendenken zum Problem. 

Denn statt satt werden wir voll, aus den eigentlich von der Natur geplanten Gefühlen wie Glück, Entspanntheit und Zufriedenheit werden so erstaunlich oft eher "Nicht satt" oder "Ranzenspannen".

Bei den KK-Rezepten auf unserer Seite haben wir diese Portionsangaben nicht.
Was öfters für Rückfragen sorgt. Aber statt Euch vorzugeben, wieviel Ihr essen sollt ist unsere Philosophie eine andere:
Nicht wir bestimmen die Menge, Euer Hunger bestimmt das.

Weil wir nicht wissen können, ob Du eher eine Maria bist, oder eher ein Urs, der unsere Rezepte liest und nachkocht.

Aber bei dem bin ich komplett auf Eurer Seite: 
Essen wegschmeissen ist doof. Hungern sogar noch doofer, das wisst Ihr ja.

Hier ist mein Vorschlag, wie Ihr damit umgehen könnt, Euren ganz persönlichen, eigenen Massstab zu finden:

Visualisiert Euer Essen! 

Das Bild da oben habe ich heute am Vormittag geschossen, als ich mir mein Frühstück gemacht habe. Ich habe alle Zutaten auf den Tisch gelegt (das mache ich natürlich nicht immer ganz so sehr ordentlich wie für das Foto), und habe in mich gehorcht: 

Wie viel davon könnte ich mir jetzt in diesem Moment im Rohzustand vorstellen, davon zu essen? 


Dann eine Tomate dazu, ein Karöttchen weg, ein paar der Zuckerschoten zurück in den Vorratsbehälter. 

Wenn ich mir anhand des Blickes auf die Rohzutaten vorstelle, wieviel ich in diesem Augenblick davon verdrücken könnte, liege ich fast immer genau richtig. 

Klar, bei ein paar Lebensmitteln muss man berücksichtigen, dass sie noch Wasser verlieren, bei ein paar ist das Gegenteil der Fall und sie ziehen Wasser.
Berücksichtig man diesen Umstand mit, kommt man auf einen guten Massstab.

Der ist aber im Unterschied zum Aufdruck von Herrn Dr. Oetker ganz auf meinen individuellen, persönlichen Bedarf zugeschnitten. 
Und zwar sogar auf den, den ich just in diesem Moment verspüre, wenn ich mit dem Kochen anfange.


Und schon ist das Portionen-Problem nicht mehr meins.
Probiert das doch auch mal aus!


Bis später.


PS - Nicos Bonus-Tipp: 
Wer sich schon öfters geärgert hat, dass Eier gerne von der Arbeitsplatte kullern und wer wenig Spass daran findet, die Sauerei auf dem Boden wegzuwischen... Auf dem Foto sieht man das Küchenhandtuch bei den Eiern. Das ist nicht nur für das Foto so, das mache ich tatsächlich so: Kleines Kissen draus formen, Eier drauf legen. 
Ich fluche seither sehr viel seltener...


Weiterführende Links:

ZDF Planet)e: Globale Dickmacher (deutsch, 28:29 min) 
Wie die Lebensmittelindustrie die Armen verführt

Nestlé: Bottled Life - WDR die Story (deutsch, 44:47 min) 
Wie Nestlé in Afrika den Menschen das Wasser wegnimmt um es ihnen dann wieder teuer zu verkaufen

ZDFzoom: Der Irrsinn mit der Milch (deutsch, 28:59 min)




Dienstag, 14. Februar 2017

Wir brauchen nur eine Million

- Wichtig ! - 
Wir brauchen nur eine Million Stimmen!
EU-Petition zum Verbot von Glyphosat u.a.

Liebe Leute, 


wir haben letztes Jahr gemeinsam mit freiwilligen KK-Mitgliedern und einem renommierten Labor in einer privaten Initiative getestet, wie viele Menschen bereits das Totalherbizid Glyphosat im Körper haben.


Das Resultat war verheerend: 

70 % - egal ob Mann, Frau, Kind, Säugling, Schwangere ...

hatten Werte im Körper, die zwischen dem 5 bis rund 41-fachen über das hinaus gingen, 

was die EU selbst als Rückstand für Trinkwasser als Obergrenze akzeptiert.
Diese Werte waren im Urin der Menschen. Ob sie das wollten, oder nicht.

Die genau Verteilung der aktuell verfügbaren Daten könnt Ihr hier einsehen:
Live-Karte Ergebnisse der privaten Initiative GTEST, Ergebnisse


Wir konnten in einem anschliessenden Fragebogen eine Tendenz feststellen, dass Menschen, die mit einem hohen Glyphosat-Gehalt getestet wurden, signifikant oft mit entzündlichen Krankheiten und ähnlichem zu Kämpfen haben. 






Nicht nur wir
Beunruhigend ist auch, dass vollkommen unabhängig zu uns eine weitere Initiative zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung diesen Test ebenfalls von sich aus gemacht hat, in einem anderen Labor. Die Ergebnisse waren praktisch deckungsgleich. 
Auch hier über 70% der Teilnehmer positiv. Bei ihnen war der gemessen Höchstwert 42fach.

Krebsgefahr

Der "Golden Standard" der Welt-Krebsrisikoforschung, das IARC, hat dieses Mittel als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft, und auch wenn es anderslautende Nachrichten gab, habe ich keine Zweifel, dass das mehr als ernst zu nehmen ist.

Es ist nicht nur Krebs...

Ich persönlich gehe sogar noch weiter, Krebs ist eigentlich sogar unser kleinstes Problem.
In meinem Film beschrieb ich schon zu Beginn 2016 welche möglichen Folgen dieses Gift in unserem Körper verursacht und bin seither von unabhängigen Seiten nur bestätigt worden.

Die EU-Kommission verhält sich seltsam
Normalerweise sollte in der EU das Vorsorgeprinzip greifen, es sieht allerdings so aus, als würde die EU-Kommission diese einstmals so wichtigen Werte nicht mehr achten.

Und entgegen ihrer Aufgabe den Umsatz einiger weniger Konzerne über das wichtigste Gut, die Gesundheit der Bürger stellen.
Und das, obwohl in vielen Ländern so viele Menschen protestiert und ihre Stimmen abgegeben haben, dass bei mehreren Entscheidungsterminen auch mehrere Länder eine Wiederzulassung ablehnten. Demokratie sieht für mich eigentlich anders aus.
Hier soll das Wohl von 508 Mio EU-Bürgern gefährdet, der Wille einer Mehrheit ignoriert werden.

Ein Netzwerk an Aktionen vereint sich
Im vergangenen Jahr habe ich gemeinsam mit ein paar Institutionen, die die Gefahren ebenfalls für inakzeptabel halten eng kommuniziert und zusammengearbeitet.
Aus dieser Zusammenarbeit aller beteiligten europäischen Aktivisten ging nun eine "Europäische Bürgerinitiative Stop Glyphosat" (EBI) hervor, 

die jüngst von der EU als offizielles Instrument anerkannt werden musste.
Die Petition
Diese Initiative will nun eine Petition an die EU richten. 
Bekommen wir 1 Million Stimmen zusammen, MUSS die EU darauf reagieren.
Und die Chancen stehen mehr als gut, denn wir hatten letztes Jahr ja schon in anderen Unterschriftensammlungen wesentlich mehr als "nur" eine Million.

Die Forderungen
- Die EU soll den Mitgliedstaaten ein Verbot von Glyphosat vorschlagen 
- Das bisherige System zur Genehmigung von Pestiziden soll reformiert werden
- Die EU soll für die Mitgliedstaaten verbindliche Ziele vorgeben, die eine Reduktion des Einsatzes der Gifte haben, die man uns übers Essen kippt.

Das macht Ihr mit Eurer Unterschrift zu Eurer Forderung an die EU:
Original-Text, deutsche Fassung

Verbot von Glyphosat und Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden
Wir rufen die Europäische Kommission auf, den Mitgliedstaaten ein Verbot von Glyphosat vorzuschlagen, das Genehmigungsverfahren für Pestizide zu reformieren und EU-weit verbindliche Reduktionsziele für den Einsatz von Pestiziden festzulegen.

Verbot von Herbiziden auf Glyphosat-Basis, deren Exposition mit Krebs beim Menschen in Verbindung gebracht wurde und zu einer Verschlechterung des Zustands von Ökosystemen geführt hat; Sicherstellung, dass die wissenschaftliche Bewertung von Pestiziden für die Genehmigung durch die Regulierungsbehörden der EU allein auf der Grundlage veröffentlichter Studien erfolgt, die von den zuständigen Behörden und nicht von der Pestizidindustrie in Auftrag gegeben wurden; Festlegung EU-weit verbindlicher Reduktionsziele für den Einsatz von Pestiziden mit Blick auf die Erreichung einer pestizidfreien Zukunft.


Ihr seht, das sind vollkommen vernünftige Forderungen, die jeder mit etwas Verstand - und der nicht Geld damit verdient, das Gift über unser Essen zu kippen - nicht ablehen kann.

Wir brauchen Euch trotzdem

Auch wenn die Chancen sehr gut stehen, die Million Unterschriften zusammen zu bekommen liegt es an uns allen, hier einen Unterschied auszumachen.

Ihr alle kennt die Petitionen von Campact und Co.
Diese hier ist anders. Diese hier hat eine offizielle, politische Dimension. 

Eure Unterschrift geht direkt von einer anerkannten Bürgerinitiative als offizielle Petition an die EU. 

Wenn Ihr also nicht weiter zu denen gehören wollt, die in den kommenden Jahren dieses unsägliche Gift in ihrem Essen haben mit umfangreichen Schäden für Eure Gesundheit, 
dann ist dies Euer Moment, einen einfachen aber sehr wirksamen Beitrag zu leisten.

Tragt Eure Daten ein (ein Hilfstext steht nebendran)
und schickt das ab. Fertig ist Eure offizielle Unterschrift unter die Forderungen.

Die Daten sind verschlüsselt, sie werden nicht an Dritte weitergegeben und wieder gelöscht, wenn die Aktion zu Ende ist.


Es gibt keinen vernünftigen Grund zu zögern.
Es sei denn, Ihr gehört zu den Zynikern, die ihr Geld damit verdienen, anderen Gift übers Essen zu kippen. 


Klickt also hier, wenn Ihr Eure Stimme gegen Glyphosat gehört wissen wollt.
Im Namen aller Betroffenen, die ich letztes Jahr kennenlernen durfte, sage ich Danke dafür.



Bis später.



Weiterführende Links:
Zur Onlinepetition der EBI
Zur Karte der Belastungen aus der Aktion GTEST
Zur Auswertung der parallel gelaufenen Aktion mit der Bertelsmann Stiftung

Diese Krankheiten können mit Glyphosat über Krebs hinaus in Verbindung stehen
Alle diese Lebensmittel sind mit hoher Wahrscheinlichkeit belastet
GTEST2 - Falls Ihr selbst wissen wollt, ob Ihr Glyphosat in Eurem Körper habt 



Sonntag, 12. Februar 2017

Von Leaky Gut, Pestbeulen und grünen Pflastern

KK-Basiswissen
"Leaky Gut" - Der undichte Darm

Betrachtungen zu einem Gesundheitsproblem auf dem Vorm arsch

- Zustand: Gereizt - 

Ein absolutes Indiz, dass wir in unseren Breitengraden flächendeckend etwas bei der Darmgesundheit sehr im argen liegen haben ist ein TV-Spot, den Ihr wahrscheinlich kennt. Denn der wird mittlerweile gefühlt allabendlich über unsere Schirme geflimmert: 
Kijimea Reizdarm - das Pflaster für den gereizten Darm

Und das ist gar nicht das einzige Mittel dieser Art, das mehr und mehr beworben wird.
Ich habe diesen Spot nur bevorzugt ausgesucht, weil er mit der Glasröhre ein Problem für uns recht anschaulich darstellt. Diese kleinen Schäden an der Darmwand. 

Kommen wir gleich nochmal drauf zurück...

Ich kann weder etwas für noch etwas gegen die Wirksamkeit dieses Mittel sagen, ich finde allerdings bedenklich, dass der Spot suggeriert, dass man "immer wieder mal" Blähungen, Durchfall und Verstopfung mit diesem Pflaster zu reparieren habe.


Die Passage "es KANN ein gereizter Darm sein" wird sicher von vielen Zusehern nicht beachtet. Und weia - haben viele von denen ab und zu Blähungen, Durchfall oder Verstopfung. Wie viele werden das sein? 99,9998 % der Bevölkerung?
Ihr seht meinen Kritikpunkt an dem Spot?




© 2017 NicoDaVinci


Jemand, der wirklich einen gereizten Darm hat, weiss das in der Regel sehr gut.
Denn das merkt man. 
Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa / Morbus Crohn und solche mit einem Reizdarm leiden im Alltag sehr darunter.
Ein diagnostizierter Reizdarm-Patient mit dem ich mal sprach plante seinen Arbeitsweg z.B. so, dass er jeweils wusste, wo die nächste für ihn erreichbare Toilette ist. 

Um peinliche, entwürdigende Unfälle zu vermeiden. 

Das ist eine echte Last im Leben, die wesentlich darüber hinaus geht, 
als die "immer wieder mal Blähungen" aus dem Spot.

Tatsache scheint jedenfalls zu sein, da ist irgendetwas, das in unseren Körpern derzeit für einen Anstieg an Entzündungen sorgt. Sonst müsste man keine "grünen Pflaster" erfinden und vermarkten.


- Zustand: "Leaky" - 
Wer auf Wikipedia das Wort "Leaky Gut" sucht wird auf der deutschen Seite momentan nicht fündig. Auf der englischen gibt es einen interessanten Artikel, der darauf verweist, dass dieses Syndrom von der Schulmedizin derzeit nicht anerkannt sei, sondern ein Phänomen sei, das überwiegend in den Kreisen von Ernährungswissenschaftlern und Alternativmedizinern diskutiert werde. 

Die würden als Behandlung unter anderem die Gabe von probiotischen Lebensmitteln, die Reduzierung des Zuckerkonsums, die Reduzierung der Aufnahme von kurzkettigen Kohlenhydraten (sogenannten FODMAPs) sowie den Verzicht auf Gluten anraten.


Ein erstes Achtungszeichen für all jene, die meine Arbeit über die letzten Jahre ernsthaft mitverfolgt haben. Ihr könnt den Nebenverweis dort auf der Seite zu Autismus gerne nochmal aus Eurem Hinterkopf holen...

Nun mag man sich wundern, wieso Schulmedizin und die Pharma-Industrie sich so eine fette Gelegenheit entgehen lassen. 
Ein Syndrom, das bei normaler Betrachtung des Befindens einer so rasant ansteigenden Patientenzahl durchaus plausibel erscheint, und bei dem auch noch das Wort Gluten vorkommt wäre doch prädestiniert, flächendeckend quasi mit Flugzeugen teure grüne Pflaster über der Bevölkerung abzuwerfen und dabei den Aktionären tropfend-feuchte Hände und Lefzen zu versprechen? 

- Zustand: Widerwärtig -
Noch verwunderlicher wird es, wenn man weiss, dass der im englischen Wikipedia-Artikel genannte Kritiker Stephen Barrett Mitglied im ACSH ist. 

Also im "American Council on Science and Health", einer industrienahen Organisation, die so ziemlich alle Wissenschaftler stellen, die mit ihren Veröffentlichungen vorsichtig formuliert "dem Umsatz der grossen Konzerne" einen sehr guten Dienst erweisen. 

Themen wie Klimawandel, Zucker, GMO, Glyphosat, Fracking sind deren Ding, um Beispiele zu nennen. 

Die wissenschaftliche PR-Taskforce, die immer sofort zur Stelle ist, wenn man wieder irgendwo aus unerfindlichen Gründen die Leukämie ausbricht und der damit verbundene Umsatz zu schützen ist. 

Alles was Rang und Namen hat ist ihn diesem Verein beieinander, um unartige Wissenschaftler zu diskreditieren, die ihren Job noch ernst nehmen und mit ethischem Grundsatz zu Werke gehen. 

Die Methoden haben sogar gelegentlich für jemand mit Hirn fast schon Unterhaltungswert... Wenn Witze auf Kosten von Leukämie-Erkrankten nicht so dermassen schäbig wären...

Also... gerade Stephen Barrett müsste doch ganz im Gegenteil das Wort "Leaky Gut" von seinen Auftraggebern in Gold giessen lassen und bei jeder Gelegenheit öffentlich handstreicheln? 

Aber nein - macht er nicht... Warum?!


- Zustand: Selbst ist der Mann - 
Lassen wir doch die Wissenschaftler und Ärzte sich weiter unproduktiv streiten und gehen wir der Sache einfach mal selbst näher auf den Grund... 

Nehmen wir uns dazu aus dem wachsenden Pool an Autoimmunkrankheiten doch einmal eine Krankheit vor, bei der sich auch die renommierten Topleute (Focus-Award 2017, siehe oben rechts) der Schulmedizin eher mit den anderen einig sind.

Autoimmune Pankreatitis.
 

Der Moment, wenn das Immunsystem verrückt spielt und die eigenen Bauchspeicheldrüsen-Zellen angreift. Unklar, sagen die, wo es herkommt.
Aber die Schulmediziner stellen öffentlich fest, dass eine Parallele da ist zu entzündlichen Darmerkrankungen. Wieder ist die Rede von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa... 

Spannend, nicht wahr?

Was wenn - "unklar" - eben doch die Durchlässigkeit des Darmgewebes wäre? 
Und so Eiweissstoffe in den Körper gelangten, die dann wiederum Antikörper erzeugen, die dann später irrtümlich ähnlich "aussehende" Bauchspeicheldrüsen attackieren? 
So wie das Ernährungswissenschaftler und Alternativmediziner annehmen?

Und die begleitenden Symptome für diese Durchlässigkeit eben die chronischen Entzündungen sind. 
Wieso redet Kijimea von "kleinen Schädigungen" an der Darmwand? Sind die nur oberflächlich? Wieso sollte man die dann "schliessen"? Mutmassungen?
- Zustand: Paleo -
Die Anhänger der Paleobewegung haben sich ebenfalls mit der Thematik "Leaky Gut" auseinandergesetzt. Für mich nicht verwunderlich, denn wie hier schon beschrieben litten die beiden US-amerikanischen Begründer dieser Bewegung Loren Cordain und Robb Wolf beide an Zöliakie, also einer Gluten(!)-Unverträglichkeit, die "sowohl Merkmale einer Allergie als auch einer Autoimmunerkrankung" aufweist. Und - die mit einer chronischen Entzündung der Dünndarmschleimhaut einher geht... 

Ein paar zwischenzeitlich ältere Berichte wie dieser hier stellen lose einen Zusammenhang zwischen Nachtschattengewächsen und "Leaky Gut" her, bleiben die Erklärung dann aber schuldig, wieso sie den Zusammenhang sehen. 

Die findet man dann auf anderen Seiten, da geht es dann wieder um die Lektine, diesmal in den Nachtschattengewächsen. 
Wer dort dann aber näher hinschaut stellt fest, dass es doch sehr herausragende Hinweise gibt, dass es bei dem Lektin-Problem in diesem speziellen Zusammenhang um Weizen geht.

Während wir bei KK Tomaten, Zucchini und Auberginen zum Beispiel sehr regelmässig konsumieren und in den letzten Jahren keinerlei Beschwerden daraus resultierten, können wir das für die Pausentag-Kartoffeln wiederum bestätigen, ein Umstand, der seine eigene Brisanz in sich trägt. Eine Verbindung zwischen Nachtschattengewächsen kann - schon auch aufgrund der Blutbilder einiger KK-Teilnehmer - praktisch ausgeschlossen werden. 




Was ist also dran, am "Leaky Gut"?

Irren alle Ernährungsmediziner, die längst danach behandeln?

Was ist mit den Alternativ-Medizinern? Irren die auch alle?
Haben sie ihre Behandlungserfolge nur aus - Zufall?!
Oder eben doch, weil die Empfehlungen stimmen?

Was ist mit uns? 
Bei KK sehen wir andauernd Blutwertverbesserungen, die einen Rückgang an Entzündungen nahelegen, die vorher ja gemäss den Berichten der Teilnehmer vorhanden waren. Wir sehen Darm-Beschwerden, die sich nach einer Weile in Luft auflösen, zum Teil nach jahrelangen fruchtlosen vorangegangenen Behandlungen der Schulmedizin. 
Und machen Beobachtungen von klaren Unterschieden von Weizenerzeugnissen aus Bioanbau zu konventioneller Produktion an unserem Pausentag. Ist das alles - Zufall?!


Oder ist es hier eben doch die Schulmedizin, die irrt? 

Und die zu zögerlich ist einzugestehen, dass da wohl doch etwas dran ist? 

Lag deren grosses Vorbild Hippokrates vielleicht doch näher bei der Wahrheit, als sie?
"Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein."- Hippokrates, *460 v.Chr, Begründer der Medizin als Wissenschaft - 



- Zustand: Fazit & Einschätzung -
Nach allem, was ich die letzten 5 Jahre erlebt, gesehen, gelesen und gelernt habe, 
werden wir nach meiner Einschätzung eines gar nicht allzu fernen Tages einig sein, dass sie stimmt, die "Leaky Gut"-Theorie. Schon allein, weil alle Ernährungsempfehlungen zu den damit verbundenen Krankheiten eine klare Sprache sprechen, die alle in eine Richtung zeigen.

Und dann wird auch der wissenschaftliche Widerstand von gesellschaftlichen Pestbeulen wie "Herrn" Stephen Barrett und seinen Kumpanen in sich zusammenbrechen. 

Denn der besteht - wenn Ihr mich fragt - nur aus einem einzigen logischen Grund:

WEIL ICH RECHT HABE.



Das Schlusswort hat nochmal Hippokrates.
"Der Darm ist der Vater aller Trübsal."
Wie könnte ich dem noch was hinzufügen?


Bis später.




Weiterführende Links:
Zöliakie und Glutenintoleranz, Pfad zu neuen Krankheiten II 
(Studie, englisch)